„Feilen an Börsenstory“

Post-General Anton Wais über das Zusperren von Postämtern, die Vorbereitungen für den Börsengang und neue Chancen durch Amazon oder eBay.

FORMAT: Herr Wais, die Aufregung über Postamtsschließungen ist ausgestanden?
Wais: Die Geschichte ist beendet, der Sack zugemacht.
FORMAT: Aber es gab den Schummel-vorwurf, die Post hätte Filialen absichtlich schlecht gerechnet.
Wais: Ein Quatsch und eine Frechheit. Wir können alle Zahlen belegen.
FORMAT: Wirtschaftet das Filialnetz nach dem Sperren von 310 Standorten künftig positiv?
Wais: Noch nicht gleich. Aber 2007, sobald sich die 22 Millionen jährlichen Einsparungen voll auswirken.
FORMAT: Die verbliebenen gut 1.300 Postämter sind gesichert?
Wais: An Veränderungen im Markt werden wir das Filialnetz auch weiterhin anpassen müssen.
FORMAT: Also fallen die Schließungen schon unter Vorbereitung auf den geplanten Börsengang im nächsten Jahr?
Wais: Das hätten wir so oder so gemacht. Das fällt noch unter notwendige Restrukturierungen.
FORMAT: Für den im Frühjahr 2006 vorgesehenen Börsengang ist die Post fit?
Wais: Den Zeitpunkt bestimmen Eigentümer und Kapitalmärkte.
FORMAT: Aber Sie müssen wissen, ob der Konzern gerüstet ist.
Wais: Natürlich. Wir haben bewiesen, dass wir restrukturieren können. Zwei Drittel des Weges sind geschafft. Wir haben keine Großinvestitionen mehr vor uns. Wir haben eine Wachstumsphantasie in Südosteuropa. Wir können langfristig eine ordentliche Dividende darstellen. Und wann können Sie schon die Aktie eines Marktführers kaufen?
FORMAT: Es könnte sofort losgehen?
Wais: Wir haben dem Eigentümer gesagt, nicht vor April, Mai 2006, weil wir schon noch an der Story feilen müssen.

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