Exklusiv in FORMAT: Die Akte Hannes Kartnig Schwere Vorwürfe gegen den Society-Löwen

Für Hannes Kartnig stehen die Zeichen auf Sturm. Der in Haft genommene ehemalige Sportmanager und Werbeunternehmer sieht sich mit massiven Vorwürfen konfrontiert. FORMAT zitiert exklusiv aus dem Gerichtsakt – und aus Casinounterlagen.

Die Handschellen haben nicht geklickt. Am Montagabend wurde Hannes Kartnig, ehemals Präsident des SK Puntigamer Sturm und geschäftsführender Alleingesellschafter der Kartnigs Perspektiven Ankündigungs GmbH in der Garage seiner Firma von Polizisten höflich zum Mitkommen aufgefordert. Der 56-Jährige leistete dem ebenso höflich Folge – und hat seitdem sein Haus nicht mehr betreten.

Die im Haftbefehl angeführten Verdachtsmomente: Steuerhinterziehung, Untreue, Veruntreuung sowie grobe Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen. Noch am Dienstag wurde von Elisabeth Radl die Untersuchungshaft verhängt. Begründung: Flucht-, Verabredungs- und Verdunkelungsgefahr. Basis für die Entscheidung der Untersuchungsrichterin sind im Wesentlichen die Schlussberichte der Steuerfahndung Graz, der Kriminalpolizei sowie der Großbetriebsprüfungsstelle, die seit fast einem Jahr (FORMAT berichtete) minutiös die Finanztransaktionen der Kartnig-Firma sowie des Fußballvereins SK Sturm durchforstet haben.

Die FORMAT exklusiv vorliegenden Unterlagen erheben gegen den schwergewichtigen Sportmanager, für den jedenfalls die Unschuldsvermutung gilt, ebensolche Vorwürfe. Sie betreffen Kartnig sowohl als Sturm-Präsident als auch als Unternehmer. Die inkriminierten Sachverhalte beziehen sich auf vier große Themenkreise.

• Vorwurf eins: Am 8. September 2001 wurde der Spieler Markus Schopp von Sturm an den italienischen Verein Brescia Calcio verkauft. Dafür wurden von den Italienern zehn Tage später 8.090.776,56 Schilling überwiesen. Laut polizeilichen Ermittlungen übernahm Kartnig treuhändig diesen Betrag „und schloss ihn in seinem Safe ein, ohne ihn in weiterer Folge einer ersichtlichen Verwendung zuzuführen. Obwohl der SK Sturm … immer wieder mit Liquiditätsproblemen kämpfen musste, wurde dieser Betrag von Kartnig dem Verein nicht zur Verfügung gestellt“. Kartnig habe so seine Befugnis als Vereinspräsident missbraucht. Aus diesen Umständen, so die Behörde, sei praktisch zwingend zu schließen, dass der Transfererlös Schopp „ für anderweitige Zwecke als für den SK Sturm Graz verwendet wurde“. Kartnigs Rechtfertigung dazu: „Ich bleibe dabei. Der Transfererlös ist auf einem Sturm-Konto gelandet.“

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