„Es gibt zu wenig Billa-Läden“

Rewe-Austria-Boss Martin Lenz über die Eröffnung der tausendsten Billa-Filiale, seine Leidenschaft für den Diskonter Penny und das Lebensgefühl an der Billa-Spitze.

FORMAT: Herr Lenz, Sie eröffnen nächste Woche die tausendste Billa-Filiale. Sind Sie in Feierlaune?
Lenz: Wir sind stolz darauf, am kommenden Mittwoch die schon länger angekündigte tausendste Filiale eröffnen zu dürfen, und zwar in Pernitz, Niederösterreich. Es wird eine tolle Sache mit Prominenz aus Politik, Sport und Wirtschaft. Landeshauptmann Pröll wird die Laudatio halten, das ehrt uns.
FORMAT: Sommer ist ein schlechter Zeitpunkt für so eine Veranstaltung. Da ist die Werbewirksamkeit geringer.
Lenz: Wir müssen uns leider an die Investitionspolitik halten. Wir können nicht im Jänner die tausendste Filiale eröffnen, wenn wir sie noch nicht haben.
FORMAT: Die große Flächenexpansion im Lebensmittelhandel dürfte allerdings vorbei sein.
Lenz: Unsere Marktposition in Österreich ist schon sehr stark, dazu kommt eine restriktive Raumordnung. Wir können nur noch bedingt wachsen. Andererseits gibt es zwar zu viele Supermärkte in Österreich, aber für mein Gefühl noch immer zu wenige Billa-Läden. Wir haben noch immer Wachstumspotenziale, zum Beispiel mit kleineren Formaten.
FORMAT: Wie klein kann ein Billa-Laden sein?
Lenz: Der kleinste, in Innsbruck beim Goldenen Dachl, ist fünfzig Quadratmeter groß und floriert bestens.
FORMAT: 2.000 Filialen werden es wohl trotzdem nicht mehr werden.
Lenz: Das wohl nicht. Ich will aber auch keine Grenze nach oben festlegen.
FORMAT: Sie sind seit acht Monaten als Quereinsteiger Österreichs mächtigster Handelsmanager. Wie gefällt es Ihnen?
Lenz: Ich habe einen Riesenspaß. Mich fasziniert die Geschwindigkeit, mit der die Dinge ablaufen. Sie treffen heute eine Entscheidung und sehen ein paar Stunden später die Reaktion darauf und wissen, ob Sie gut oder weniger gut gehandelt haben. Das ist eine große Herausforderung, die Dinge richtig zu tun. Außerdem gibt es bei uns sehr viele bestens ausgebildete Mitarbeiter, die das Handwerk von der Pike auf gelernt haben und die es auch verstehen, ihr Wissen umzusetzen.
FORMAT: Wie viele Ihrer 32.000 Mitarbeiter würden Sie schon erkennen, wenn Sie sie auf der Straße treffen?
Lenz: 100 bis 120, vor allem Mitarbeiter der Zentrale natürlich. Ob mir bei jedem der Name einfallen würde, weiß ich nicht, aber die Gesichter könnte ich vermutlich zuordnen.

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