Es ist bedauerlich, aber leider notwendig

Die Bawag hat auf Wunsch des Eigentümers, des US-Fonds Cerberus, alle kubanischen Kunden gekündigt. Die Kuba-Krise der Bawag.

Der Protest gegen die Auflösung von Geschäftsbeziehungen zu kubanischen Staatsbürgern durch die Bawag P.S.K. hat etwas Sympathisches, weil damit Solidarität zum Ausdruck gebracht wird. Viele Mitarbeiter der Bank fühlen genauso, auch mich schmerzt die Kündigung von Kunden. Als einzelne Maßnahme ist die Auflösung von Kundenkonten durch die Bank tatsächlich nicht nachvollziehbar, gilt das natürliche Bestreben der Bawag P.S.K. doch der Kundengewinnung.
Alle, die sich ein faires Urteil bilden wollen, sollten jedoch den Gesamtzusammenhang sehen: Der ÖGB, unser jetziger Eigentümer, wurde durch das Gesetz verpflichtet, die Bawag P.S.K. zu verkaufen. Unser neuer Mehrheitseigentümer, der amerikanische Fonds Cerberus, hat einen Preis geboten, der dem ÖGB das wirtschaftliche Überleben sichert und die Bawag P.S.K. wirtschaftlich stärkt und ihr neue Chancen eröffnet.

Ich sehe es daher als meine Verantwortung, sicherzustellen, dass dieser Eigentumsübergang tatsächlich zustande kommt, was auch bedeuten kann, Erfordernisse der neuen Eigentümer zu berücksichtigen. Selbstverständlich gelten für uns nur österreichische bzw. EU-Gesetze, wie in jedem Unternehmen hat der Vorstand aber auch Zielsetzungen, Strategien und Erfordernisse der Eigentümer zu beachten. Im konkreten Fall gilt diese Problematik von Restriktionen nicht allein für die Bawag P.S.K., sondern für alle Unternehmen in US-Mehrheitseigentum.
Ich persönlich bedauere die Auflösung der Geschäftsbeziehungen sehr. Wir sind bemüht, in direkten Gesprächen mit allen betroffenen Kunden jeweils akzeptable Lösungen zu finden, und garantieren, dass kein Betroffener, keine Betroffene dadurch einen Schaden erleiden wird. Andere ausländische Kundinnen und Kunden in Österreich sind von dieser Aktion nicht betroffen. Wir werden uns weiterhin – und gemeinsam mit dem neuen Eigentümer mit größeren Möglichkeiten – für unsere Kundinnen und Kunden einsetzen und alles tun, die langjährige Vertrauensbasis zu rechtfertigen und zu stärken.

Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller und der "Sedric", der vollelektrisch und autonom fahrende Minivan.

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