Ermittlungen gegen Billa spitzen sich zu: Vorwurf der "Erpressung" gegen Konzern

Die Ermittlungen der Bundeswettbewerbsbehörde gegen die Rewe Austria wegen Ausnützung der marktbeherrschenden Stellung spitzen sich zu. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

FORMAT liegt ein im Frühjahr 2004 zwischen der Molkerei Pinzgau Milch und der Rewe Austria abgeschlossener Vertrag vor, dem aufgrund einer Konkurrenzklausel der Geruch eines Knebelungsvertrages anhaftet: Der 60 Millionen Jahresumsatz schweren, von ihrem Hauptkunden Billa wirtschaftlich weitgehenden abhängigen Molkerei ist es darin untersagt, Bio-Produkte an "andere österreichische Handelsketten mit mehr als fünf Filialen zu verkaufen."

Außerdem liegt FORMAT ein Schreiben der Obst- und Gemüse-Großhandlung Anton Miculics vor, in dem gegen Billa der Vorwurf der "Erpressung" erhoben wird. Das Unternehmen sei von Billa-Managern unter Androhung von Auslistung gezwungen worden, fünf bis zehn Prozent des Umsatzes mit Spar in Form von "Werbekostenbeiträgen" an Billa abzuführen.

Billa-Anwalt Vanis wies den Vorwurf von Knebelungsverträgen gegenüber FORMAT zurück. Vanis bestätigte eine Konkurrenzklausel im Vertrag mit Pinzgau-Milch, die gleiche Klausel sei aber bereits in einem älteren Vertrag gestanden, der eingeklagt und für korrekt befunden worden sei. In der Vereinbarung mit der Gemüsegroßhandlung Anton Mikulics habe es ebenfalls eine Konkurrenzklausel gegeben. Billa habe dem Wunsch der Firma Rechnung getragen, trotzdem an Spar zu liefern, und im Gegenzug bestimmte Gutschriften erhalten.

Noch mehr Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe von FORMAT!

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