Erfolg: Reich mit Müll und Luxusmode

Wie ein Oberösterreicher vom Entsorger von Sondermüll zu Flavio Briatores Expansionspartner im Modebiz wurde.

Die Karriere von Martin Aistleitner würde als Filmplot wegen fehlenden Realitätsbezugs durchfallen: Der mittellose Student erkannte rasch, dass sein Weg zu Ansehen und Vermögen nicht über die Universität führen sollte. Der heute 38-Jährige kehrte dem Jurastudium kurzerhand den Rücken, um medizinische Geräte zu verkaufen, und avancierte bereits mit 22 Jahren zum Verkaufsleiter. „Ich war ein motivierter und guter Verkäufer“, erinnert sich der Leondinger. Doch dabei ist es nicht geblieben.

Aistleitner wurde Anzeigenleiter einer oberösterreichischen Tageszeitung und wenig später Geschäftsführer eines Bezirksabfallverbands. 1997 gründete er sein eigenes Unternehmen, mit dem er sich als Wirtschaftscoach rasch einen Namen machte. Gelegentlich veranstaltete der Tausendsassa Clubbings etwa in Schlössern und Fabrikshallen, bis ihm Ende der 90er-Jahre die zündende Idee kam und er eine kleine Abfallfirma kaufte. Binnen weniger Jahre stieg der ambitionierte Entrepreneur zu einem der größten privaten Entsorger Österreichs für gefährlichen Müll auf. 2006 verkaufte er schließlich sein Abfallimperium an die oberösterreichische Energie AG. „Mit Müll“, sinniert der Musikliebhaber, „kann man das beste Geld machen.“

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