Entscheidend ist, ob Euro Belastungen gewachsen ist

Der Wechselkurs des Dollar gegenüber dem Euro nähert sich der 1,50- Marke. Verliert der Dollar seinen Status als globale Reservewährung?

Der Euro-/US-Dollar-Wechselkurs zieht unaufhaltsam auf die Marke von 1,50 zu. Arabische Stimmen denken laut über ein Ende der US-Dollar-Anbindung ihrer Währungen nach. Gerüchten zufolge wollen der Iran und Venezuela auch Euro statt ausschließlich US-Dollar für Ölrechnungen akzeptieren. Stimmen aus China reflektieren Bedenken über einen zu hohen Anteil an Dollar-Reserven. Aber kann der Euro wirklich zur größten
Reservewährung aufsteigen?

Nach den letzten Daten des Internationalen Währungsfonds liegt der Dollar-Anteil an den Währungsreserven bei 64,8 Prozent, der Anteil des Euro bei 25,6 Prozent. Dieser Statistik zufolge ist der US-Dollar-Anteil seit Ende 2001 von 71,4 Prozent immerhin um 6,6 Prozent gefallen. Der Anteil des Euro stieg von 16,9 Prozent per Ende 1998 um 8,7 Prozent an. Dieser Trend setzt sich fort, und ein Anteil des Euro von 35 Prozent im Jahr 2015 ist realistisch. Eine massive Umschichtung, die innerhalb weniger Quartale auf einen Anteil von über 50 Prozent führt, bleibt unrealistisch. Es ist fragwürdig, ob eine Währung mit autonom operierenden Staaten und einer kurzen Historie am amerikanischen Status kratzen kann. Es stellt sich die Frage, inwieweit eine junge Währung die Belastungen einer globalen Wirtschaftskrise politisch übersteht.

Daneben haben die USA ihre Hegemonie zwar in vielen Bereichen eingebüßt, sind aber noch immer militärisch führende Macht, was nicht unterschätzt werden darf. Eines sollte man nicht vermischen: Die Stärke einer Währung ist nicht von ihrem Status als Reservewährung abhängig. Der Dollar notierte als Reservewährung Nummer eins seit Ende des Bretton-Woods-Regimes gegenüber dem Euro sowohl bei knapp 1,50 als auch bei 0,56 im Jahr 1985. Währungsentwicklungen folgen zwei Impulsen. Der generellen Attraktivität hoher Zinsen. Das ist derzeit der dominierende Faktor, wie die jahrelange Erfolgsbilanz von Carry-Trade-Strategien zeigt. Und sie folgen politischen Manipulationen, die wirtschaftlichen Gegebenheiten entspringen, aber nicht monokausal vom Reservestatus einer Währung abhängen.

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