"Enorme Spannungen mildern"

Bundespräsident Heinz Fischer im FORMAT-Gespräch über eine „menschliche“ Wirtschaftspolitik, den Umgang mit der Globalisierung und die nächste Regierungsbildung.

FORMAT: Herr Bundespräsident, Sie haben am Wochenende in Salzburg beim „Sound of Europe“ teilgenommen. Ihr Resümee der Veranstaltung?
Fischer: Es war der Versuch, am Beginn unserer Präsidentschaft ein Treffen zu organisieren, das der Aussprache über europäische Themen dient. Diesmal wurde es in Verbindung gebracht mit dem 250. Geburtstag von Mozart. Das ist legitim. Ich habe viele interessante Eindrücke mitgenommen, aber auch kritische Anmerkungen gehört. Ich denke, dass dies auch für die Bevölkerung gilt, die ja das Treffen über die Medien verfolgen konnte.
FORMAT: Es war für Sie kein „absurdes, elitäres Theater“, wie SPÖ-Chef Gusenbauer gemeint hat.
Fischer: Warum versuchen Sie, ein Spannungsverhältnis zu Exponenten verschiedener Parteien aufzubauen? Ich bin jemand, der versucht, Spannungsverhältnisse abzubauen. Für mich war es das Bemühen, ein Gespräch über Grenzen hinweg zustande zu bringen. Ich weiß, dass das nicht einfach ist. Ich weiß auch, dass es Teilnehmer gegeben hat, die dieses Treffen kritisiert haben. Kritik ist legitim. Man muss auch eine gewisse Bereitschaft zum Unvollkommenen an den Tag legen. Es kann doch niemand erwarten, dass zu einem Europagespräch eingeladen wird, und am nächsten Tag sind alle erleuchtet und ein neues Zeitalter beginnt. So funktioniert das nicht. Dennoch halte ich solche Gespräche für nützlich. Ich bin ein Anhänger des Dialogs.

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