EM from Austria: Lernen ja, kopieren nein

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war ein voller Erfolg. Was lernt Österreich als EM-2008-Veranstalter davon?

Natürlich können wir von einer so großartig organisierten Veranstaltung lernen, aber wir sollten nicht versuchen, sie zu kopieren. Österreich muss der Fußball-Europameisterschaft 2008 seinen eigenen Stempel aufdrücken, so wie es Portugal mit südländischem Temperament bei der EM 2004 getan hat und so wie es auch die Deutschen geschafft haben, den Fun-Faktor, der offensichtlich bislang beinahe unbemerkt in ihnen schlummerte, einer positiv überraschten weltweiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Dass wir professionell dazu in der Lage sind, ist keine vage Hoffnung, sondern das hat Österreich in der Vergangenheit oft genug bewiesen: als Austragungsland für zwei Olympische Winterspiele, Skiweltmeisterschaften, wie zuletzt der Publikumsrenner 2001 in St. Anton, und viele andere internationale Events.

Natürlich ist eine Fußball-EM noch einmal eine Dimension größer, aber wir können uns dieser Herausforderung mit Zuversicht stellen, zumal wir mit der Schweiz einen hervorragenden Partner haben.

Was wir uns auf jeden Fall von den Deutschen abschauen sollten, ist die Begeisterung und die Einigkeit, mit der das ganze Land sich ins Zeug gelegt hat. Also kein Krankjammern, keine kleinlichen Eifersüchteleien, kein gegenseitiges Abschieben der Verantwortung. Letztere liegt in erster Linie bei der UEFA als Veranstalter, und an deren langjähriger Erfahrung ist wohl nicht zu zweifeln. Bund, Länder, Austragungsorte und Initiativen wie der Verein „2008 – Österreich am Ball“ haben dafür Sorge zu tragen, dass wir Österreich von seiner besten Seite präsentieren, mit all seiner Professionalität und kreativen Schaffenskraft.

Es wird nicht genügen, sich auf unser positives Image als Tourismusland zu verlassen, sondern wir müssen den fußballbegeisterten Gästen, die aus ganz Europa zu uns kommen werden, auch etwas Neues, Unverwechselbares bieten. Das ist ein hartes Stück Arbeit, und wir sind schon mittendrin.

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