,,Einer muss das Kreuz tragen‘‘

Hundert Tage Kanzlerschaft: Alfred Gusenbauer über den Start seiner Regierung, sein Verhältnis zu Molterer, Schüssel & Merkel, die Eurofighter und seine Wirtschafts-Pläne.

FORMAT: Am Erscheinungstag dieser FORMAT-Ausgabe ist es genau 100 Tage her, dass Ihre Regierung angelobt wurde. Hat dieses Datum für Sie irgendeine Relevanz?
Gusenbauer: Ehrlich gesagt kann man immer feiern, wenn man will (lacht). Die 100 Tage sind ein ebenso willkürlicher Zeitpunkt wie die zehnte Ministerratssitzung, die wir heute gehabt haben. Früher mag das eine Bedeutung gehabt haben, als man gesagt hat, eine neue Regierung habe 100 Tage Schonfrist. Unserer aber wurde überhaupt keine Schonfrist gewährt, weder von der Opposition noch von der Öffentlichkeit.
FORMAT: Tatsächlich war der Start schlimm: Demonstrationen, Pfeifkonzerte, wenn auch nicht so heftig wie unter Schwarz-Blau 2000. Das muss für Sie sehr enttäuschend gewesen sein: Sie am vorläufigen Ziel Ihrer Wünsche, und dann das …
Gusenbauer: Natürlich hätte der Start besser verlaufen können. Aber so ist das nun einmal: Wenn zwei Parteien zusammenkommen, von denen eine vorher auch in der Regierung war und die andere in der Opposition, wird es anfangs schwierig. Vor allem in der SPÖ haben sich in sieben Jahren Oppositionszeit verständliche Erwartungen aufgebaut, die dann nicht alle erfüllt werden konnten, weil der Koalitionspartner da nicht mitgespielt hat und wir eben Kompromisse eingehen mussten.

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Wer nicht "nein" sagt lässt das Verneinte verschwinden? Tatsächlich? Sinnvolle Negationen sind verständlich.
 

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