Eine lange Teuroliste

Immer mehr Bürger beschweren sich beim Konsumenten-schutz über Teuerungen seit der Euroeinführung. Die schwarze Liste belegt: Die Fälle spürbarer Preiserhöhungen in Österreich häufen sich.

Ein Glas heiße Zitronenlimonade kostete im vornehmen Wiener Café Landtmann im Jahr 2001 noch 28 Schilling. Nach der Währungsumstellung verrechnet der Ober für genau das gleiche Getränk 2,70 Euro – eine saftige Preissteigerung um rund ein Drittel.

Der Fall ist nur einer von über viertausend, die seit Jahresbeginn von preisbewußten Bürgern entdeckt und protokolliert wurden – und dann, begleitet von bitteren Beschwerdebriefen über Teuerungen und Aufrundungen, beim Verein für Konsumenteninformation (VKI) einlangten.

Beschwerdenflut
Die Welle der Aufregung belegt: Trotz Erklärungen von Regierung und Wirtschaftsforschern, das österreichische Preisniveau sei auch mit dem Euro stabil geblieben, haben die Konsumenten das Gefühl, gefoppt zu werden. Tatsächlich häufen sich Preiserhöhungen gerade in jenen Bereichen des täglichen Lebens, die im Warenkorb, der zur Berechnung der Inflationsrate dient, unterrepräsentiert sind: zum Beispiel die Gastronomie. Eine moderate Teuerungsrate von aktuell 1,7 Prozent hat für das subjektive Empfinden nur begrenzte Aussagekraft.
Ein weiterer Anlaß für Verärgerung: Laut einer weiteren brisanten Studie, verfaßt vom Europäischen Verbraucherzentrum Kiel, werden die Österreicher in den beliebtesten Sommerurlaubsländern brutal abgezockt.

"Langsam, aber sicher kommt die Wahrheit über die Teuropreise ans Tageslicht", sagt Max Reuter, Experte des VKI. Justizminister Dieter Böhmdorfer, zuständig für Konsumentenschutz, mahnt die Wirtschaft eindringlich zur Vorsicht: „Die Firmen müssen sich darüber klar sein, daß sie von den jetzt besonders preissensiblen Konsumenten genauestens kontrolliert werden.“

Die ganze Story finden Sie im FORMAT Nr. 33

Außerdem:

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