Eine Methode des Wahnsinns?

Die Kämpfe zwischen der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz und der israelischen Armee eskalieren. Hunderttausende sind auf der Flucht.

Bei der jüngsten Eskalation in Nahost sollte zwischen internen und externen Faktoren unterschieden werden. Obwohl sich diese in der Realität natürlich vermischen. Die Zuspitzung in Gaza kann als interner Auslöser interpretiert werden. Diese resultiert aus dem Versuch Israels, die „Macht“-Übernahme von Hamas (nach den Wahlen im Jänner) für eine Offensive zu nutzen und mit der (schon gegen Abu Mazen ins Treffen geführten) Behauptung, es gäbe keinen Partner auf der anderen Seite, seine unilateralen Vorstellungen durchzusetzen. Die Militäroperation von palästinensischen Islamisten bei Kerem Shalom (im israelischen „Kernland“) war ein Versuch, angesichts der destruktiven israelischen Übermacht ein wirksames Zeichen des Widerstand zu setzen. Die Weigerung, über einen Gefangenenaustausch zu verhandeln, und die Zerstörung der zivilen Infrastruktur im Gazastreifen waren Faktoren, die eine analoge Operation der Hisbollah im Norden ausgelöst haben. Weiters ging es der schiitischen Miliz ebenfalls um einen Gefangenenaustausch. Darüber hinaus dürften Interessen Syriens und des Irans mitgespielt haben.

Anfang Juni zeigte sich die israelische Presse darüber besorgt, dass die USA (vorläufig) gegenüber dem Iran von Sanktionen und eventuellen Militäraktionen Abstand nahmen. Die Operation im Libanon (aus Anlass der Hisbollah-Provokation) sollte daher auch als Versuch angesehen werden, sich als Partner bzw. Vorreiter im Krieg gegen die „Achse des Bösen“ in Erinnerung zu rufen. Die Vereinigten Staaten müssen jedoch wegen der Rücksichtnahme auf ihre schiitischen Verbündeten im Irak vorsichtiger agieren. Eine vollkommene Identifikation Washingtons mit der Zerstörung der Infrastruktur eines (nach dem Abzug Syriens) befreundeten Staates kann dem Ansehen der USA in der Region schwerwiegenden Schaden zufügen. Insofern wird die Entscheidung der US-Regierung, ob ihr die Identifikation mit Israel oder die Entwicklung der Region insgesamt wichtiger ist, die Zukunft bestimmen.

Die Zustellbedingungen von Paketzulieferern unterscheiden sich oft deutlich. Worauf man bei den Allgemeinen Geschäftsbedingungen achten sollte. Wer haftet, wenn das Paket beschädigt ist, wann die Post oder gar der Nachbar haftet
 

Rechtstipps

Wer haftet, wenn Pakete beschädigt oder gestohlen werden

Shakehands: ÖVP-Chef Kurz und FPÖ-Chef Strache besiegeln ihren Koalitionspakt.

Politik

Koalition: ÖVP und FPÖ einigen sich auf Regierungsabkommen

FPÖ-Stratege Herbert Kickl

Politik

Innenminister Herbert Kickl: FPÖ-Stratege jenseits der Komfortzone