Ebola: Impfstoff ab Jänner

Ebola: Impfstoff ab Jänner

Kampf gegen einen unsichbaren Gegner: Das Ebola-Virus

Die WHO hofft, dass bis zum Jänner 2015 eine große Impfkampagne gegen das tödliche Ebola-Virus starten kann. Die in Entwicklung befindlichen Medikamente könnten tausenden Menschen das Leben retten.

Im Kampf gegen Ebola setzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf den Start einer Impfkampagne Anfang nächsten Jahres. Von Januar an könnten Zehntausenden Menschen in Afrika neu entwickelte Stoffe verabreicht werden, sagte WHO-Managerin Marie-Paule Kieny am Dienstag in Genf. Eine Reihenimpfung der gesamten Bevölkerung sei aber noch in weiter Ferne. Zu den ersten Impfkandidaten gehörten Mitarbeiter von Ebola-Behandlungszentren. Derzeit liefen bereits in mehreren Ländern - darunter auch in Deutschland - erste Tests an Menschen. Die Ergebnisse dürften im Dezember vorliegen und wichtige Hinweise für den experimentellen Einsatz in Afrika geben, so Kieny.

Angesichts der rasanten Ausbreitung von Ebola hält es die WHO unter bestimmten Umständen für vertretbar, erste Impfstoffe in den Krisenregionen Westafrikas auch ohne die sonst üblichen langwierigeren Tests einzusetzen. Der britische Pharmariese GlaxoSmithKline und der kanadische Lizenzgeber der US-Firma NewLink Genectics haben mit Tests von Ebola-Impfstoffen an Menschen begonnen. Unter anderem die US-Konzerne Johnson & Johnson und Inovio Pharmaceuticals stehen der WHO zufolge kurz davor.

Seit dem Ausbruch der Epidemie sind laut WHO mehr als 9000 Kranke in Guinea, Liberia und Sierra Leone gemeldet worden, von denen rund die Hälfte an der Krankheit gestorben ist. Die Seuche wurde in die USA, nach Spanien, Nigeria und in den Senegal eingeschleppt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte Senegal und Nigeria inzwischen aber für Ebola-frei.

Firiederike Otto

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