Durch Coaching zum Erfolg

Auftakt der neuen FORMAT-Serie: Warum sich Coaching als Triebfeder für die Karriere durchgesetzt hat. Wie Coaching funktioniert. Wer davon profitiert.

Bis vor drei Jahren bot der Berufsalltag von Gerhard Krennmair keinen Anlass für schlaflose Nächte. Der Verkaufsmanager von Hewlett-Packard hatte seinen Job im Griff, die Zahlen stimmten, Kunden und Kollegen schätzten seine zupackende Art. Das überdurchschnittliche Engagement blieb nicht unbemerkt, und bald kam der Tag, an dem Krennmair neue Visitenkarten bestellen musste. Mit dem Aufdruck „Vertriebsdirektor“ und „Mitglied der Geschäftsführung“. Und mit einem Schlag hatte Krennmair viele Gründe, sich vor dem Einschlafen manchmal ein paar quälende Gedanken zu machen. Die Last der Verantwortung für mehr als 110 Untergebene, öffentliche Auftritte, Druck von ganz oben, dass der Umsatz weiter wächst – der Wechsel auf den Chefsessel geht mit gänzlich neuen Anforderungen einher, die leicht zur Überforderung führen können.

Dass der 41-Jährige heute sehr entspannt über diese schwierige Zeit reden kann, verdankt er einer so freundlich wie resolut aussehenden Frau: Als Coach hilft Gisela Reinecke dem Neochef seit fast einem Jahr, die Aufgabenfülle souveräner zu bewältigen. „Coaching öffnet einem die Augen für sich selbst“, beschreibt Krennmair seine Erfahrungen. „Ich habe einige blinde Flecken bei mir entdeckt – und sie beseitigen können.“

Coaching als Statussymbol. Vor zehn Jahren hätte kaum jemand öffentlich gesagt, dass er sich coachen lässt. Damals galt Coaching als letzter Rettungsversuch vor der Kündigung, und ohnehin war klar: Wer einen Coach braucht, hat derart gravierende Persönlichkeitsdefizite, dass er seine Karriereträume besser gleich begraben sollte. Diese Vorurteile sind inzwischen gründlich abgebaut: Heute gilt der Coach schon beinahe als Statussymbol und als Beweis, dass die Firma hoch fliegende Pläne mit einem Mitarbeiter hat, wenn sie ihm den persönlichen Karrieretrainer finanziert. Immerhin liegen die Stundensätze renommierter Coachs zwischen 150 und 300 Euro, was sich bei durchschnittlich acht Sitzungen pro Coachee (so heißt der Klient im Fachjargon) auf einen ansehnlichen Betrag summiert.

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