Duell der Supermarkt-Bosse

Mit welchen Waffen die Handelsgiganten am Lebensmittelmarkt jetzt gegeneinander antreten und wer dabei wie gut abschneidet.

Es war das Jahr 1968. Im Gymnasium in Dornbirn saß Martin Lenz, ein 18-jähriger Bursche, und langweilte sich in „Darstellender Geometrie“. Nicht mehr lange, träumte er, und er würde die Welt außerhalb Vorarlbergs erkunden. Doch vorerst waren seine Ziele weniger hoch gesteckt. Er wollte nur endlich nachhause und sich „Jumpin’ Jack Flash“ auf den Plattenspieler legen, die Rock-Hymne, die die Rolling Stones gerade veröffentlicht hatten.

In derselben Dornbirner Schule, ein paar Türen weiter, saß der 13-jährige Gerhard Drexel in seiner Klasse und büffelte Mathematik. Plötzlich läutete die Pausenglocke. Der junge Drexel ging mit Klassenkameraden auf den Gang – und erblickte Martin Lenz. Was keiner von beiden ahnte: Fast fünfzig Jahre später begegnen sie einander wieder – als mächtigste Handelsmanager Österreichs.

Vergangenen Mittwoch diskutierten Billa-Boss Lenz und Spar-Chef Drexel im Festsaal der Wirtschaftsuniversität Wien über Probleme und Zukunft des Lebensmittelhandels. Unter gewaltigem Medieninteresse. Schließlich war es das erste Mal, dass die Chefs von Billa und Spar gemeinsam öffentlich auftraten. „Es wird auch in Zukunft keinen Vorarlberger Kuschelkurs geben“, schwören beide.

Tatsächlich steht der mittlerweile 55-jährige Martin Lenz, der nach der Schule zwei Jahre lang in San Francisco jobbte, einem riesigen Reich vor. Billa, Bipa, Merkur, Penny heißen die Ketten, für die er seit November des Vorjahres als Vorstandssprecher zuständig ist. 32.000 Mitarbeiter in Österreich, 1.370 Lebensmittelgeschäfte und rund 4,3 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr machen das Unternehmen aus Wiener Neudorf zum größten Händler Österreichs. Freilich mit inzwischen deutschem Eigentümer – dem Kölner Rewe-Konzern.

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