Die Zukunft des Tourismus

Michael Frenzel, Chef des weltgrößten Touristikkonzerns TUI, spricht im FORMAT-Interview über die vier wichtigsten Trends im Geschäft mit dem Urlaub.

Hoher Besuch aus Deutschland auf Stippvisite in Österreich: Michael Frenzel, Chef des weltgrößten Touristikkonzerns TUI, folgte der Einladung von Altbundeskanzler Franz Vranitzky und referierte im Wappensaal des Wiener Rathauses über das Thema „Tourismus – eine Wachstumsindustrie mit Zukunft?“

Danach sprach Frenzel mit FORMAT exklusiv über wichtige Trends der Tourismusbranche.

Der 59-jährige Deutsche hat den TUI-Konzern geprägt wie kein anderer. Noch 1996 hieß das Unternehmen Preussag und war ein Industriekonglomerat mit unscharfem Fokus. Es war auf Feldern wie Stahlproduktion, Bergbau, Anlagenbau und Gebäudetechnik tätig, jedoch in keinem dieser Bereiche Marktführer. 1997 ging Frenzel daran, den Konzern komplett umzubauen. Die Touristik versprach vor 9/11 hohe Wachstumsraten.

TUI ist jetzt ein „integrierter Touristikkonzern“, veranstaltet Reisen und besitzt zudem auch Airlines (etwa Hapag-Lloyd Express), Hotels und Reisebüros. Nun will Frenzel das Geschäft mit Schifffahrt-Containertransporten als zweites Standbein forcieren. Jedoch: Die Integration der britisch-kanadischen Reederei CP-Ships im Vorjahr goutierten die Aktionäre nicht – der Kurs des an der deutschen Börse notierten Unternehmens sank seit Jahresbeginn um 14,5 Prozent. In Finanzkreisen stand das Kürzel TUI daher lange Zeit für „Tränen unter Investoren“. In Wahrheit bedeutet TUI aber: „Touristik Union International“.

FORMAT: Herr Frenzel: Wer gewinnt die Fußballweltmeisterschaft?
Frenzel: Ich setze auf Deutschland. Nicht aus Patriotismus, sondern weil ich glaube, dass das Potenzial da ist.
FORMAT: Sollten Sie als Touristiker sich nicht wünschen, dass Deutschland früh ausscheidet, damit die Deutschen auf Urlaub fahren?
Frenzel: Sie bleiben zum Glück ohnehin nicht alle zuhause. Der Juni war gut gebucht.
FORMAT: Was sind aktuell die größten Trends in der Tourismusbranche?
Frenzel: Es gibt vier große Trends. Erstens: Die Branche wächst, aber nicht mehr so stark wie Ende der 90er Jahre. Damals wuchs die europäische Tourismuswirtschaft im Durchschnitt elf Prozent pro Jahr. Für 2006 bis 2016 rechne ich mit fünf Prozent pro Jahr.
FORMAT: Zwecks Buchung nutzen die Urlauber doch verstärkt das Internet.
Frenzel: Das ist der zweite große Trend: Die wachsende Bedeutung des Internets – und die damit verbundenen Herausforderungen. Es gibt jetzt auch neue Unternehmen am Markt.

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