„Die Zeit wäre reif für uns“

Grünen-Chef Alexander Van der Bellen über seinen Willen zur Macht, Koalitionsspiele und die klassischen grünen Themen.

Schon am ersten Tag nach der Rückkehr aus dem zweiwöchigen Urlaub im Burgenland ging es für Alexander van der Bellen rund. Der „Pflegenotstand“ war ausgebrochen. Van der Bellen regte eine umfassende Neuregelung an, weil auf mittlere Sicht die Betreuung durch inländisches Personal nicht möglich sei.

Als Nächstes geht es darum, das Wahlprogramm der Grünen auszuformulieren. Dazu traf der Bundesvorstand am gestrigen Donnerstag zu einer zweitägigen Klausur im südoststeirischen Schloss Seggau zusammen. Präsentiert werden soll das Wahlprogramm, wie bei fast allen Parteien, aber erst Anfang September.

Der Wahlkampfauftakt für Mitglieder und Sympathisanten wird am 31. August in Wien stattfinden. Danach geht’s in die Bundesländer.

Denn dieses Mal will es Van der Bellen, 62, endgültig wissen. Nach der vorgezogenen Nationalratswahl 2002 hatte er lange mit der ÖVP über eine Regierungsbeteiligung verhandelt, hatte sich dann aber doch zurückgezogen. Auch dieses Mal werde man wieder reden, wenn das Wahlergebnis stimme. Aber wenn man bei den Themen nicht zusammenkomme, müsse man eben wieder vom Verhandlungstisch aufstehen.

In der letzten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts OGM liegen die Grünen derzeit bei elf Prozent. Jünger, nämlich aus der ersten Augustwoche, ist die Umfrage von Imas für die „Presse“, bei der die Grünen auf zwölf bis 13 Prozent kamen.
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Sommergespräch mit FORMAT:

Format: Herr Professor Van der Bellen, bei den vergangenen Nationalratswahlen haben Sie immer kontinuierlich zugelegt. In die Regierung geschafft haben Sie es aber nie. Schaffen Sie es dieses Mal?
Alexander Van der Bellen: Die Zeit wäre reif für uns. Das wird natürlich davon abhängen, wie die Wahl ausgeht.

Das komplette Gespräch mit Alexander Van der Bellen lesen Sie im neuen FORMAT

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