Die Zehn-Millionen-Euro-Klage

Die Bawag PSK klagt ihren Ex-Boss Helmut Elsner aufs Existenzminimum. Er sei für die Karibikverluste verantwortlich, habe seine 93 Millionen Pensionsabfindung erschlichen und sein Penthouse illegal erworben.

Helmut Elsner ist ein wandelnder Kostenfaktor – für die Bawag PSK. Immerhin musste der seit Jahresbeginn amtierende Bankgeneral Ewald Nowotny für seinen Vorvorgänger am 9. Juni 2006 in Summe 135.419,26 Euro Gerichtsgebühren zahlen. Warum? Wenige Wochen zuvor hatte Nowotny mit Schrecken feststellen müssen, dass Elsner nicht nur 1,8 Milliarden Euro in der Karibik verzockt, sondern die Gewerkschaftsbank auch als privaten Selbstbedienungsladen geführt hatte. „Da sind skandalöse Sachen passiert, die wir so nicht durchgehen lassen können. Wir haben daher eine umfassende Schadenersatzklage gegen Herrn Elsner mit einem Streitwert von zehn Millionen Euro eingebracht“, so Nowotny. „Wir behalten uns aber vor, diesen Betrag noch auszudehnen.“

Die von der renommierten Rechtsanwaltskanzlei Fellner Wratzfeld formulierte Schadenersatzklage liegt FORMAT nun exklusiv vor. Das insgesamt 30 Seiten starke Schriftstück dokumentiert in atemberaubender Weise, wie Helmut Elsner „die Bawag, deren Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Vorstands er über 25 Jahre war, in mehrfacher Hinsicht massiv geschädigt hat“.

Die Klage auf das Existenzminimum liefert weiteren Zündstoff für Staatsanwalt Georg Krakow, der Elsner verdächtigt, gegen die Paragrafen 146 („Betrug“) und 153 („Untreue“) des Strafgesetzbuches verstoßen zu haben. Bei Verurteilung drohen Elsner – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe.

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