Die magische Zahl des Nobelpreisträgers

Die Sharpe Ratio bringt Klarheit bei Risiko und Ertrag.

Die besten Dinge verdanken wir dem Zufall“, war der italienische Frauenheld Giacomo Casanova überzeugt. Beim Vermögensaufbau ist jedoch genau das Gegenteil gefragt: Gesucht sind Geldmanager, die ganz und gar nicht willkürlich vorgehen und auf Glück oder Zufall vertrauen. Gefragt sind hohe Renditen unter strenger Kontrolle des Risikos. Just in Wien finden sich zwei Fondsma-nager, die diese Kunst vorzüglich beherrschen. An vorderster Stelle steht Wolfgang Matejka, Mastermind des Österreich-Aktienfonds Meinl Equity Austria (ISIN AT0000859368). Wer vor fünf Jahren 10.000 Euro in den Matejka-Fonds investierte, hat heute bereits 42.266 Euro am Depot. Dem steht das Urgestein des österreichischen Aktienfondsmanagements, Friedrich Erhart von Pioneer Invest, um nicht viel nach. Denn bei dem von Erhart gelenkten Pioneer Invest Austria Stock (ISIN AT0000857412) haben sich 10.000 Euro, die Ende März 2003 in den Fonds eingezahlt wurden, auf nunmehr 35.890 Euro vermehrt.

Wirklich beeindruckend ist jedoch die Risiko-Ertrags-Bilanz der beiden Wiener Geldverwalter: Gemessen an der Sharpe Ratio, einer Kennzahl, die das Risiko und den Ertrag einer Fondsveranlagung in einer Zahl ausdrückt, ist Matejka für die letzten fünf Jahre mit einem Wert von 1,89 derzeit der beste Fondsmanager der Welt. Erhart liegt mit einer Sharpe Ratio von 1,55 noch immer unter den besten 20 aller rund 6.500 in Österreich registrierten Fonds. Die Sharpe Ratio, die Wirtschaftsnobelpreisträger William Sharpe entwickelte, ist denkbar einfach interpretier-bar: Je höher der Wert ist, desto besser hat der Fonds­manager gewirtschaftet. Wenn die Kennzahl ein negatives ­Vorzeichen aufweist, hat der Geldverwalter nicht einmal
die Verzinsung des Geldmarktes ­übertroffen. Problem dabei: Für gewöhnlich ­bieten die Fondshäuser auf ihren Homepages alle Daten und Fakten über ihre Produkte an. Einzig die Sharpe Ratio ist kaum zu finden. Hier schafft die Website www.e-funddata. com der Wiener Fondsanalysten von e-fundre­search Abhilfe. Unter Eingabe des Fondsnamens oder der ISIN-Nummer sind neben der Sharpe Ratio für den Fünfjahreszeitraum auch gleich die Kosten des Fonds ausgewiesen.

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