Die Wirtschafts-Gewinner des Jahres 2007

Wenn Wolfgang Eder zu Silvester auf das vergangene Jahr anstößt, wird er das Klingen der Champagnergläser mit besonderer Genugtuung genießen. Immerhin hat der voestalpine-General mit der Übernahme des Edelstahlkochers Böhler-Uddeholm eine der spektakulärsten Börsentransaktionen der heimischen Wirtschaftsgeschichte durchgezogen. Der Linzer Konzern erreicht damit schlagartig zehn Milliarden Euro Umsatz und internationale Bedeutung.

Doch nicht nur der Voest-Chef hat 2007 reüssiert. In einem Jahr, das von internationalen Problemen wie Ölpreisanstieg, Dollarschwäche und vor allem der US-Immobilien- und Finanzkrise geprägt war, gelang es einigen Managern und Unternehmern, Beeindruckendes zu leisten. Hans Peter Haselsteiner etwa ist durch die Allianz mit Oleg Deripaska und dem Börsengang der Strabag seinem Ziel, zum größten europäischen Baukonzern aufzusteigen, einen gewaltigen Schritt näher gekommen.
Auch andere Bosse börsennotierter Konzerne haben sich 2007 besonders gut geschlagen. So kann OMV-General Wolfgang Ruttenstorfer dank Ölpreisanstieg und kluger Akquisitionen einen Rekordgewinn verbuchen, und dem Management von Intercell ist es gelungen, als erstes österreichisches Biotech-Unternehmen die Gewinnzone zu erreichen – ein Kunststück, das weltweit bislang nur knapp 20 Firmen gelungen ist.

Besonders turbulent ging es 2007 in der Finanzbranche zu. Positiv konnten sich Elisabeth Bleyleben-Koren und Ewald Nowotny in Szene setzen. Die Erste-Lady ist als erste Frau für die Spitze einer heimischen Großbank designiert, der Bawag/ PSK-Chef rettete die ehemalige Gewerkschaftsbank vor der Pleite. Doch unter Bankern finden sich auch die Verlierer des Jahres.

Der Österreicher, dessen Aufstieg international am meisten beachtet wurde, werkt jenseits der Landesgrenzen. Der Kärntner Peter Löscher führt seit Jahresmitte den mächtigen Siemens-Konzern und muss dort zuallererst für Licht in den schwarzen Kassen sorgen.

Doch bei allem Erfolg der heimischen Wirtschaftsgrößen: Der wahre Gewinner des Jahres ist kein Österreicher, sondern ein Mexikaner, der seinem Namen zumindest äußerlich keinerlei Ehre macht. Der durchaus wohlgenährte Carlos Slim Helù löste im Juli nach 14 Jahren Bill Gates als reichsten Mann der Welt ab. Der Telekom-Tycoon bringt es auf 63 Milliarden Dollar Vermögen, der Microsoft-Gründer auf 56 Milliarden. Beruhigendes Resümee für Normalverdiener: Nicht einmal Austro-Milliardären wie Ronny Pecik, Georg Stumpf oder Karl Wlaschek fehlt es an Vorbildern für das kommende Jahr.

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