Die Welt im Jahr 2020

Wie werden wir in 15 Jahren leben? Wie arbeiten? Wie werden unsere Sozialsysteme funktionieren? Wie werden wir unsere Freizeit verbringen? Eine Reise in die Zukunft.

Im Jahr 2020 wird mein Sohn Martin 22 Jahre alt werden. Auf den ersten Blick wird die Welt, in der er dann leben wird, nicht so viel anders sein als die, die uns heute umgibt. Und dennoch: Die Veränderungen werden groß sein. Soziale Systeme werden durch demographische Entwicklungen an ihre Grenzen gelangen, die Weltwirtschaft wird neue Großmächte kennen, und neue Techniken werden unseren Alltag gründlich verändern. ´

15 oder 16 Jahre sind keine lange Zeit. Schließen Sie einfach die Augen, und versetzen Sie sich zurück ins Jahr 1988. Haben wir uns damals so anders gekleidet? Sahen die Autos wesentlich anders aus? Richteten wir unsere Wohnungen ganz anders ein? Und doch! Wer konnte damals erahnen, was aus dem obskuren Ding namens Internet werden würde? Wer konnte voraussehen, welche tief greifende Veränderungen die Kombination aus Digitalisierung, Miniaturisierung und Internet mit sich bringen würde? Wer konnte die politischen Verwerfungen durch den Zusammenbruch des Kommunismus erahnen, die wirtschaftlichen Umwälzungen durch die Globalisierung und die gesellschaftlichen Einschränkungen durch die Angst vor Immigration, Islam und Terror? 1988 schleppten wir kiloschwere Mobiltelefone mit uns herum, hielten wir den Sony Walkman für ein Wunderding der Miniaturisierung, und es war gar nicht so lange her, dass ein junger Mann namens Bill Gates behauptete, kein Mensch würde je einen Computer mit mehr als 640 Kilobyte Speicherkapazität brauchen. Nun wissen wir: Nix ist fix, am allerwenigsten die Zukunft. Wagen wir dennoch mit Martin eine Reise ins Jahr 2020.

Im Jahr 2020 wird sich der 22-jährige Martin auf eine Berufswelt vorbereiten, für die der Trendforscher Matthias Horx den Begriff „New Work“ geprägt hat.

Horx ist ein optimistischer Mensch. „New Work“, so nennt er das Arbeiten in der Wissensgesellschaft, und wenn man ihm glaubt, kann man voller Zuversicht in die Zukunft blicken.

Eine Klassengesellschaft wird es auch 2020 geben; bloß die Fronten werden anders verlaufen. Nicht mehr zwischen den alten Widerparts Kapital und Arbeit, sondern zwischen einer „service class“ und einer „creative class“. Die „service class“, das werden die Proleten sein, die, die sich ihr weniges Geld mit Paketeaustragen und niederen Dienstleistungen verdienen. „Creative class“, das werden die Wissensarbeiter und die Informationsarbeiter sein, die Ich-AGs gründen und ihr Wissen meistbietend verkaufen.

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