Die Welt 2050

Neun Milliarden Menschen, die meisten in armen Ländern, und ein schrumpfendes, altes Europa: Wie die Bevölkerungsexplosion das Gesicht der Erde bis 2050 verändern wird.

Das Raumschiff Erde, jetzt schon gut besucht, wird bis 2050 noch drei Milliarden Menschen mehr aufnehmen müssen. Neun Milliarden Menschen wird es dann geben. Der Frage, wie die Erde dieses Bevölkerungswachstum verkraften wird, widmet sich ein neues Buch der österreichischen Bevölkerungswissenschaftler Rainer Münz und Albert Reiterer: „Wie schnell wächst die Zahl der Menschen?“ gibt einen zahlengespickten Überblick über Wachstum, Migration und die Folgen.
Erstes Fazit: Die Menschheit wächst zwar nicht so stark wie im 20. Jahrhundert, als sich die Zahl der Menschen vervierfachte, aber immerhin um weitere 50 Prozent. 95 Prozent davon werden in Entwicklungsländern auf die Welt kommen, während reiche Länder mit Bevölkerungsschwund und Überalterung zu kämpfen haben. Die Folgen sind dramatisch: Es steht uns eine grundlegende globale Kräfteverschiebung bevor.

Altes Europa. Nur die Menschen in Europa und Nordamerika zeigen sich vom Trend zur Vermehrung unbeeindruckt. Der Hang, nur ein bis zwei Kinder in die Welt zu setzen, setzt sich bis 2050 fort. Schon derzeit sind die Geburtenraten in europäischen Ländern die niedrigsten der Welt: Nur 1,2 Kinder bekommen Frauen in den meisten Ländern, Ausnahmen sind Frankreich, Schweden und Großbritannien, wo immerhin 1,9 Kinder pro Frau die Schrumpfung der Gesellschaft bremsen.

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