Die Stunde der Investoren: Wie Lauda, Sorger & Co bei Mirko Kovats mitverdienen

Beim großen Unaxis-Deal von Mirko Kovats und Ronny Pecik wollen Dutzende prominente Österreicher mitverdienen: auch Niki Lauda und Industriepräsident Veit Sorger.

Bei der Hauptversammlung des Schweizer Technologiekonzerns Unaxis stimmte die Gründerfamilie Anda-Bührle die österreichische Victory AG noch nieder. Postwendend beantragte die Victory, die sich in den letzten Monaten massiv bei Unaxis einkaufte, eine außerordentliche Hauptversammlung noch vor dem Sommer. Dort wollen die Österreicher – diesmal mit vollen 34 Prozent stimmberechtigt – das eidgenössische Unternehmen aufmischen.

Die Victory-Eigentümer Mirko Kovats und Ronny Pecik haben vor, die Schweizer das Fürchten zu lehren. Doch das Duo hat nicht allein investiert. Im Hintergrund beobachten Dutzende österreichische Wirtschaftsbosse die Vorgänge mit Hochspannung. Die Liste klingender Namen, die Geld in die Operation Unaxis gesteckt haben, ist lang. Bekannt wurde bisher nur das Engagement des 32-jährigen Immobilientycoons Georg Stumpf. Mit von der Partie ist aber zum Beispiel auch Airliner Niki Lauda, der FORMAT gegenüber bestätigt: „Meiner Stiftung wurde dieses Investment angeboten, und wir haben mit etwas weniger als einer Million Euro mitgemacht.“ Zusammen mit Lauda hoffen nun zahlreiche heimische Mitglieder der Schweiz-Connection, dass die Victory bei der Unaxis den Turnaround schafft. Es geht um ihr Geld.

Private zeichneten bei Kovats Genussscheine. Über 450 Millionen Euro haben Kovats und Pecik bislang in 4,81 Millionen Aktien der krisengeschüttelten Unaxis investiert. Zwei Drittel stammen aus Bankkrediten, gut 150 Millionen Euro sind Eigenkapital. Davon wurden 20 Millionen bei vermögenden Privatpersonen aufgestellt – der Rest verteilt sich auf Kovats, Pecik und Stumpf. Die Victory legte einen Genussschein auf, den die M&A Privatbank bei „einem elitären Kreis platzierte“ (Pecik). Die Zeichner erwarben ein Substanz-Genussrecht an dem Unaxis-Paket. Die Papiere sind nicht handelbar, laufen bis Ende 2006 und können dann von der Victory abgeschichtet oder um ein Jahr verlängert werden. Der Gewinn ist nach zwölf Monaten steuerfrei. Durch den Anstieg der Unaxis-Aktien auf zuletzt 170 Franken sind die Anleger bis jetzt gut gefahren. Niki Lauda freut sich über „30 Prozent Performance in wenigen Wochen. Hoffentlich wird es noch mehr.“

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