Die Strippenzieher

Zwei Ingenieure als Internet-Millionäre: Wie die Skype-Gründer Zennström und Friis mit Technologie, Glück und Marketinggeschick den Weg in die erste Liga im Web gefunden haben. • Das Porträt: Wie zwei Skandinavier das Internet aufmischen: von der illegalen Tauschbörse Kazaa zu Skype und dem eBay-Deal. • Das Interview: Gründer Niklas Zennström spricht über neue Produkte und Projekte, schnelles Wachstum und Motivation für den nächsten Coup.

Er wirkte trotz seiner Gardemaße ein wenig deplatziert inmitten der Top-Manager der großen Internetfirmen. Google, Yahoo und MSN verkündeten vor zwei Wochen auf einer Londoner Bühne, erstmals über ein Handy alle ihre Dienste gemeinsam anzubieten. Fast schüchtern im Ton, verhalten in der Wortwahl sprach hier einer der Internetvisionäre über „Mauern um die Gärten der Mobilfunker, die eingerissen gehörten“, und sich „ändernde Geschäftsmodelle“. Den eingestreuten Gags der anderen hielt der Schwede ein britisch trockenes Bonmot entgegen, dass es für Internet-Gründer ohnehin obligatorisch sei, ohne Krawatte aufzutreten.

Tatsächlich, eines kann man dem vielfachen Euro-Millionär Niklas Zennström, 40, der ein bisschen wie der kleine Bruder von Bill Gates aussieht, nicht vorwerfen: dass er seinen Reichtum zelebriert. Verschlossen wie eine Auster in vielen – nicht nur privaten – Dingen ist übrigens auch der zweite Mann hinter der Erfolgsgeschichte Skype, der Däne Janus Friis, 30. Die europäische Antwort auf Microsoft und Google sind Zennström und Friis von Skype.

Die gemeinsame Geschichte des Informatikers und Betriebswirts Zennström und des Schulabbrechers Friis beginnt nicht in einer Garage im Silicon Valley, sondern beim schwedischen Telekom-Anbieter tele2, wo sich die beiden Ende der 90er kennen lernten. tele2 war damals ein „David“ mit gut 20 Mitarbeitern, der die schwedische Telekom herausforderte. Es war das Frühlingserwachen des Internets und die Zeit, aus der sie eine wichtige Erfahrung mitnahmen: „Die Monopolisten herauszufordern ist das beste Geschäftsmodell. Sie sind zu unflexibel und zu langsam, um zu reagieren“, sagt Zennström im FORMAT-Gespräch. In den drei Jahren bei tele2 konnte das Duo studieren, wie schwierig es mittelfristig wird, aus dem Massengeschäft Festnetztelefonie bei immer dünneren Margen Profit zu ziehen. „Es ist wie mit einer Zahnpastatube, die ist irgendwann leer“, meinte Zennström einmal. Neue bahnbrechende Technologien – eben über das junge Internet – boten mehr Chancen.

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