Die Strategie des Brauers

Als Vorstandschef der regional verankerten Ottakringer Brauerei behauptet sich Siegfried Menz mit Innovation und Kundennähe auf dem von einem Global Player dominierten heimischen Markt.

Übertriebener Stolz auf Größe wird den Einwohnern des kleinen österreichischen Bundeslandes Vorarlberg nicht eben nachgesagt. Das durchaus ausgeprägte Selbstbewusstsein der Alemannen gründet sich vielmehr auf ihre wirtschaftliche Cleverness und das Wissen um ihre spezifischen Stärken.

Dem gebürtigen Vorarlberger Siegfried Menz, Vorstandsvorsitzender und Miteigentümer der Wiener Ottakringer Brauerei, fällt es angesichts der Größen- und Konkurrenzverhältnisse am österreichischen Biermarkt nicht schwer, dieser klischeehaften Einschätzung zu entsprechen. Immerhin erreicht Ottakringer mit 73,5 Umsatzmillionen nur einen Bruchteil des klaren Marktführers, der zum Heineken-Konzern zählenden Brau Union. Aber, so Menz: „Nicht die Größe zählt, sondern Qualität und Ergebnisse.“

In dieser Hinsicht kann der Chef der mittelständischen, aber prominenten Brauerei zufrieden sein: Am regionalen Wiener Markt hat Ottakringer die Position der Nummer eins errungen und lässt die Marken-Armada des großen Mitbewerbers Brau Union hinter sich. Menz verweist auf jene Qualitäten, mit denen er sich gegen den vermeintlich übermächtigen Konkurrenten behauptet: „Dass wir stärker wachsen als der Markt, liegt an unseren Produktinnovationen und dem frischen Marktauftritt. Als kleinere Brauerei können wir dank kürzerer Entscheidungswege Neuerungen schneller umsetzen.“

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