Die Stadt, die keine Spiele braucht

Olympia 2014: Salzburg hat gegen Russland verloren. Den Salzburgern ist das ganz recht.

War Alfred Gusenbauer ein gutes Omen? Wohl kaum. Vier Tage hatte sich der Bundeskanzler in Guatemala City aufgehalten, vier Tage lang nochmals Wind für die Salzburger Olympia-Bewerbung gemacht. Dennoch teilte IOC-Präsident Jacques Rogge am Mittwoch kurz nach 15.30 Uhr Ortszeit mit, dass Salzburg die Spiele nicht austragen darf.

Abermals war Salzburg, wie bereits bei der vorangegangenen Bewerbung, frühzeitig ausgeschieden. Dementsprechend frustriert war die Salzburger Delegation. Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden, aber auch seine Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, war den Tränen nahe, Sportler wie Felix Gottwald, aber auch Funktionäre wie ÖOC-Chef Leo Wallner und sein Generalsekretär Heinz Jungwirth sprachen davon, dass wieder einmal der David gegen den Goliath verloren hatte.

Dementsprechend sagte Salzburgs Landeshauptfrau Burgstaller, dass es möglicherweise „nur noch ums Geld geht“ und dass dann „Feuer am Dach ist“.

Schon möglich, dass tatsächlich sportpolitische Gründe den Ausschlag für Sotschi gegeben haben, möglich, dass das IOC tatsächlich eine Region, in der Wintersport noch nicht so verankert ist wie in Mitteleuropa, fördern möchte.

Tatsache ist freilich auch, dass gerade die Bewerbung Sotschis im Vergleich zu jener Salzburgs neue finanzielle Superlative erreicht hat. Allein für die Bewerbung hat Sotschi 19 Millionen Euro ausgegeben, für die Durchführung der Spiele wird ein Organisationsbudget von mehr als einer Milliarde Euro aufgestellt, in die Infrastruktur sollen nochmals knapp zehn Milliarden Euro fließen. Und dann hatte Sotschi auch einen prominenten Fürsprecher – den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT

Wirtschaft

Nach Air Berlin Pleite: Zittern bei Niki-Mitarbeitern

Geld

Börse: Europa und Schwellenländer bleiben attraktiv

Geld

Zwischenruf: Der EZB wird der Euro zu schnell stark