Die alte Regierung hinterlässt ein schweres Erbe

Stürme, laue Temperaturen und immer neue Wetterkapriolen. Ganz offensichtlich ist der Klimawandel voll im Gang. Was kann man dagegen tun?

„Es geht jetzt um das Überleben der menschlichen Zivilisation“, so die drastischen Worte des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore bei der Präsentation seines Films „Eine unbequeme Wahrheit“ über die fatalen Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels. Und er hat völlig Recht: Viel Zeit bleibt uns nicht mehr, um die Erderwärmung mit all ihren fatalen Folgen zu stoppen. Auch in Österreich sind die Auswirkungen längst unverkennbar: das schreckliche Hochwasser 2002, die große Hitzewelle 2003 und der sommerliche Winter im heurigen Jahr. Österreich ist Klima-Schlusslicht in der EU, vom Kyoto-Ziel sind wir mit einem Zuwachs von 31,1 % CO2 Lichtjahre entfernt, die schwarz-orange Bundesregierung hinterlässt uns ein schweres Erbe.

Bis 2008 das international verpflichtende Ziel zu erreichen ist nahezu unmöglich, nur eine nationale Kraftanstrengung kann uns noch dorthin bringen. Doch jammern hilft wenig, Taten sind gefragt. Dabei ist vor allem auf Maßnahmen in Österreich zu setzen – „freikaufen“ von den Klima-Verpflichtungen durch Zertifikate im Ausland allein ist zu wenig. Klimaschutz im Inland ist außerdem ein Jobmotor, den es in Gang zu bringen gilt. Die Stadt Wien zeigt schon seit Jahren vor, wie das funktioniert: Im Rahmen von THEWOSAN werden alte „energiefressende“ Wohnbauten thermisch saniert, mit Investitionen in den Bereichen Wärmedämmung und Sanierung sichert Wien damit rund 2.000 Arbeitsplätze pro Jahr, die Mieter sparen sich Energiekosten. Mit Klimaschutz kann man auch Gewinne machen – siehe im Bereich der Solarindustrie – Klimaschutz schafft Arbeitsplätze und bringt eine Win-win-Situation für alle. Ganze 2,4 Mio. Tonnen CO2 spart Wien jährlich durch aktive Klimapolitik ein.

Jeder Einzelne kann und muss seinen Beitrag leisten, geht es doch um unseren Planeten Erde, dem schön langsam die Luft ausgeht.

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