Die Persönlichkeitsbildung kommt zu kurz

Pünktlich zum Schulbeginn eine Grundsatzfrage: Bereitet die Schule den Nachwuchs ausreichend auf das spätere Leben vor?

Eine erfolgreiche Schule sollte nicht nur Wert auf Fachwissen, sondern auch auf Sozial- und Selbstkompetenzen und Persönlichkeitsbildung legen. Unter Sozialkompetenz verstehe ich, dass man lernt, auf seine Mitmenschen Rücksicht zu nehmen, Kompromisse zu schließen, Gespräche professionell zu führen und Konflikte sinnvoll zu lösen. Als Selbstkompetenz erachte ich die Fähigkeit, sich und seine Bedürfnisse und Anliegen artikulieren zu können; zu lernen, sich dafür (gewaltfrei) einzusetzen. Unter Persönlichkeitsbildung verstehe ich, dass die SchülerInnen persönliche Interessen und Begabungen ausleben und weiterentwickeln können.

Während die Vermittlung von Fachwissen im Unterricht erfolgt, kommen die drei aufgezählten Themenbereiche im Schulalltag leider kaum vor. Die Folgen sind ein für das Wohlergehen der SchülerInnen und die Schulleistungen nicht sehr förderlicher Mix aus Langeweile, Freudlosigkeit, Demotivation, Desinteresse, Gewalt und Angst.

Der Vorschlag des Vereins „Coole Schule“, wie man die genannten Punkte in unseren Schulalltag integrieren kann, lautet wie folgt:

Führen wir erstens ein eigenes Unterrichtsfach zur Vermittlung von Sozial- und Selbstkompetenzen und für soziales Lernen ein. Schaffen wir zweitens gute Rahmenbedingungen, die eine individuelle Talente- und Interessenförderung aller SchülerInnen im Unterricht ermöglichen (höchstens 20 Schüler pro Klasse, mehr Stützlehrer und Lernmaterialien, schülerfreundlichere Klassenräume, mehr Methodenvielfalt und Schülermitbestimmung, organisatorische Reformen wie die Einführung der gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen). Bilden wir die Lehrer in den Bereichen der individuellen Förderung und der Sozial- und Selbstkompetenzen besser aus, damit sie beides in ihrem Unterricht anwenden können.

Die Umsetzung des Vorschlags würde eine wesentliche Verbesserung unserer Schule bedeuten. Jetzt ist die Politik gefordert.

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