„Die Musik spielt im Vorstand“

ÖIAG-Chef Peter Michaelis über die künftige Rolle der Staatsholding, Streit im ÖIAG-Reich und sein Image als trockener Buchhalter.

FORMAT: Warum bewerben Sie sich neuerlich als ÖIAG-Vorstand?
Michaelis: Seit sieben Jahren erlebe ich alle Tiefen und Höhen dieser Funktion. Ich wurde gefragt, ob ich für eine Vertragsverlängerung zur Verfügung stehe, und würde mich freuen, weiter für die ÖIAG zu arbeiten.
FORMAT: Die Privatisierungen sind abgeschlossen. In Zukunft geht es um Verwaltung der übrigen Beteiligungen AUA, Telekom Austria, OMV und Post. Wird das nicht langweilig?
Michaelis: Die AUA ist in einer Restrukturierungsphase, OMV und Telekom expandieren, und bei der Post müssen Akquisitionen integriert werden. Der Staat erwartet regelmäßige Dividenden, und die ÖIAG könnte zudem auch andere Aufgaben übernehmen.
FORMAT: Zum Beispiel?
Michaelis: Privatisierungs-Know-how anbieten, etwa den Ländern.
FORMAT: Könnte die Kernaufgaben der ÖIAG künftig nicht einfach eine Sektion des Finanzministeriums übernehmen?
Michaelis: Das Vermögen der ÖIAG ist jetzt höher als im Jahr 2000. Damals waren es rund fünf Milliarden Euro, heute pendelt es um die acht Milliarden.
FORMAT: Kann ein ÖIAG-Vorstand angesichts des politischen Hintergrundes überhaupt kreativ werden?
Michaelis: Das ist eine interessante Frage. Dank des unabhängigen Aufsichtsrates mit Managern wie Siegfried Wolf oder Wolfgang Bernhard haben wir viel mehr Spielräume als andere Gesellschaften des Staates. Bei der Post etwa haben wir uns den Privatisierungsauftrag selbst erarbeitet. Wir haben nachgewiesen, dass ihr Potenzial durch Restrukturierungsmaßnahmen so gehoben werden kann, dass ein Börsengang sinnvoll ist.

Das ganze Interview lesen Sie im neuen FORMAT

DSGVO - Datenschutz-Verordnung 2018

DSGVO: Daten-Auskunftsbegehren richtig erfüllen

Andrea Jelinek, Leiterin der Datenschutzbehörde: "Die Zahl der Beschwerden hat sich mehr als verdreifacht."

DSGVO - Datenschutz-Verordnung 2018

100 Tage DSGVO: Das neue Recht und seine Folgen

Vier Hightech-Millionäre aus Österreich: Bernd Greifeneder, Johannes Kührer, Armin Strbac und Katharina Klausberger

Selfmade-Internet-Millionäre

Österreichs Hightech-Stars: Die neue Tech-Elite