Die Millionäre der Welt

Der neue „World Wealth Report 2005“ belegt den Siegeszug der Kapitalisten: Die florierende Weltwirtschaft und der Kapitalmarktboom machten die Millionärskaste im Vorjahr um insgesamt 2.300 Milliarden Dollar reicher.

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind das Eldorado der Superreichen. Exakt 341 der weltweit 691 Dollarmilliardäre tummeln sich laut dem renommierten US-Magazin „Forbes“ zwischen Kalifornien im Westen und der Atlantikküste im Osten. Aber nicht nur Milliardäre wie etwa Microsoft-Gründer Bill Gates (Vermögen: 46,5 Milliarden Dollar), Starinvestor Warren Buffett (44 Milliarden) oder die fünf Wal-Mart-Erben (90,7 Milliarden) fühlen sich in den USA pudelwohl.

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bietet auch einen hervorragenden Nährboden für aufstrebende Nachwuchskapitalisten: Im Vorjahr sind zu den bestehenden High Net Worth Individuals (HNWI), also jenen Personen mit mehr als einer Million Euro verfügbarem Finanzvermögen, weitere 226.000 Personen dazugekommen – ein Plus von 9,9 Prozent. Keine Region beherbergt mehr Millionäre als das reiche Nordamerika: 2,5 Millionen US-Bürger sitzen auf einem sagenhaften Geldberg im Wert von rund 9.000 Milliarden Dollar – Tendenz: stark steigend.

Die wundersame Geldvermehrung in den USA ist nicht die einzige Überraschung, die durch den FORMAT vorliegenden „World Wealth Report 2005“ (WWR) dokumentiert wird. In unzähligen Gesprächen mit Privatbankiers, Vermögensverwaltern und Fondsmanagern haben die Finanzexperten des Beratungsunternehmens CapGemini und der Investmentbank Merrill Lynch das Finanzleben von Millionären in 68 Ländern unter die Lupe genommen. CapGemini-Consulter Reinhard Berger: „Die positive Entwicklung der Weltkonjunktur und der Boom an den Kapitalmärkten ließen die Finanzvermögen der HNWIs steigen.“
Tatsächlich wuchs das weltweite Guthaben aller HNWIs im Vorjahr um 2.300 Milliarden auf stolze 30.800 Milliarden Dollar. Parallel dazu erreichte die Anzahl der Millionäre mit 8,3 Millionen Personen einen neuen Rekordwert – ein Plus von 7,3 Prozent.

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