Die Medien-Prinzessin: Wer ist Eva Dichand? Die starke Frau im "Krone"-Clan

Eva Dichand, 32, ist mit dem Gratisblatt „Heute“ auf Expansionskurs und betreut Finanzdeals des Dichand-Clans. Jetzt wird sie auch als künftige „Krone“-Chefin gehandelt, was sie zu einer der mächtigsten Frauen des Landes machen könnte.

Vor einer Woche nahm Eva Dichand ein paar Räume dazu, um in dem nüchternen Zweckbau in Wien-Heiligenstadt mehr Platz für die „Heute“-Redaktion zu schaffen. Sie bezog ein neues Geschäftsführer-Büro, das noch etwas kahl und unfertig aussieht, eilig bestückt mit Möbeln von Interio. „Verglichen mit dem, was ich vorher hatte, ist das schon ein Designerbüro“, schmunzelt Dichand, 32. Sie vergleicht ihre Gratiszeitung „Heute“ mit einem Internet-Startup, „bei dem ich alles selbst machen muss“.

Sie könnte sogar die Verschönerung der Räumlichkeiten selbst besorgen. Denn die Tochter eines steirischen Zivilingenieurs – ihr Vater Hans Kriebernegg führt ein großes Ingenierbüro in Graz – absolvierte eine Hochbau-HTL in der Landeshauptstadt, was auch eine abgelegte Maurer- und Zimmerei-Gesellenprüfung beinhaltete: „Während der Ausbildung habe ich einmal pro Woche im blauen Anzug gewerkt. Und ich habe noch immer keine Hemmungen, einen Bohrer zur Hand zu nehmen und einen Kasten zusammenzubauen.“

Politiker reißen sich um Frühstückstermine mit der Lady. Die Schwiegertochter von „Krone“-Gründer Hans Dichand demonstriert Bodenhaftung. Die Arbeitskluft ist aber einem eleganten Businesskostüm gewichen. Und dem betont unprätentiösen Flair der „Heute“-Zentrale zum Trotz muss Eva Dichand auch nicht jahrelang Klinken putzen wie andere Medien-Newcomer. Politiker reißen sich darum, mit ihr frühstücken zu gehen. Topmanager bemühen sich um Mittagstermine.

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