Die Masche von Mister Superfund: Baha ist schon 200 Millionen schwer

Christian Baha, 35, brachte es aus dem Wiener Gemeindebau zum steinreichen Fonds-Kaiser – und hat sich längst in die Champions League der Spekulanten gespielt.

Der Grand-Prix-Klassiker von Monaco entpuppt sich für Christian Baha als Bombengeschäft: Wenn am Sonntag die Formel-1-Boliden mit heulenden Motoren durchs Fürstentum rasen, reibt sich der 35-jährige Geldspekulant und Chef von Quadriga und Superfund vergnügt die Hände.

Die Terrasse seines neuen Superfund-Büros im elften Stock des Ermano Palace mit phantastischem Blick auf Start und Ziel hat der Österreicher an 120 VIP-Gäste des Rennstalls McLaren Mercedes vermietet. Baha, der in seiner Wahlheimat Monaco das Rennen als Sponsor des Minardi-Teams auf einem winzigen Balkon nebenan beobachten wird: „Durch die Vermietung an McLaren spielen wir mehr als die halbe Jahresmiete herein.“

Schon vier Tage später, am Mittwoch, lässt sich Baha allerdings ein weiteres Sportspektakel der Extraklasse entgehen: Beim großen Champions-League-Finale in der Arena AufSchalke im deutschen Gelsenkirchen müssen die Fußballstars des AS Monaco ohne einen ihrer Mäzene auskommen. Baha, der die Überraschungself erst seit Jahresbeginn unterstützt: „Ich kann leider nicht dabei sein. Im Zweifel geht bei mir das Geschäft vor.“

Publicity und Turboschub. Bei Autorennen und Fußballfinale wird ein Finanzartist reichlich Publicity einsacken, der seiner ohnehin schon rasant verlaufenen Karriere gerade einen Turboschub verpasst. Die Kurzversion der außergewöhnlichen Geschichte: ein in kleinsten Verhältnissen im Gemeindebau in Wien-Penzing aufgewachsener Schulabbrecher etabliert sich mit dem von ihm 1996 gemeinsam mit seinem Partner Christian Halper gegründeten Futures-Fonds Quadriga innerhalb kürzester Zeit als Mister Superfund.

Die aktuellen Eckdaten der aus einer Mischung aus Glück, Geldgier und millionenschwerem Sportsponsoring gestrickten Erfolgsstory: 1,25 Milliarden Euro Spielkapital, eingesammelt von 45.000 Kunden in Europa, Asien und Amerika.

Denn das Flaggschiff Quadriga hat seit seiner Gründung vor acht Jahren um sagenhafte 456 Prozent zugelegt – und zwar nachdem bereits die ziemlich hohen Kosten abgezogen wurden. Mitterweile wurde aus den ersten Quadriga-Genussscheinen eine Produktfamilie – bestehend aus mehreren Einzelfonds, die alle unter den Markennamen Quadriga oder Superfund segeln.

Das Erfolgsgeheimnis: Mit dem Kapital der durch die Aussicht auf schnelles Geld und hohe Renditen angelockten Anleger wird auf die zukünftige Entwicklung von Rohstoffen, Zinsen, Währungen und Aktien spekuliert.

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