Die Macht der Meinungsmacher Österreichs

Die PR-Branche wächst jährlich um zehn Prozent. Wer die wichtigsten Öffentlichkeitsarbeiter des Landes sind, und mit welchen Konzepten sie sich für die Zukunft rüsten.

Für Markus Schindler beginnt ein erfolgreicher Tag mit einem Blick in die Zeitung. Der Chef der größten Public-Relations-Agentur Österreichs, Pleon Publico, betreut namhafte Unternehmen wie McDonald’s, Meinl, Verbund und T-Mobile. Schindlers Job ist es, seinen Kunden positive Publicity zu verschaffen. „An manchen Tagen ist die Hälfte der Berichte im Wirtschaftsteil von Pleon Publico gesteuert“, sagt Schindler, der seit 2004 die Geschäfte der Wiener Agentur leitet.

Das Business mit Presseaussendungen, Journalistengesprächen und Medientrainings boomt wie nie zuvor. Laut einer Studie des PR-Verbands Österreich (PRVA) erwirtschaftete die Branche 2003 rund 800 Millionen Euro, 2006 waren es bereits mehr als eine Milliarde Euro. Tendenz: weiter steigend. „Die Menschen sind kritischer geworden und können sich leichter Informationen beschaffen als früher. Auch Negativ-News, die den Ruf eines Unternehmens beschädigen. Viele Firmen haben das erkannt und schenken daher ihrer Kommunikationspolitik mehr Aufmerksamkeit“, sagt Martin Bredl, PRVA-Präsident und Leiter der Unternehmenskommunikation der Telekom Austria Festnetz.

PR-Agenturen schreiben allerdings längst nicht mehr nur Pressemeldungen. Weil sich der Medienkonsum drastisch geändert hat und Neuigkeiten mit dem Internet in Sekundenschnelle um den Globus rauschen können, haben auch Öffentlichkeitsarbeiter neue Methoden entwickelt, um ihre Botschaften unter die Leute zu bringen.

Vor allem mit diesen neuen Geschäftsfeldern wächst die Branche: PR-Unternehmen arbeiten detaillierte Kommunikationsstrategien aus, streuen Infos im Internet, begleiten Unternehmen bei Börsengängen und setzen auf Lobbying. „Die PR-Arbeit ist wie ein Schachspiel geworden. Ohne Strategie kann man nicht erfolgreich sein“, resümiert Peter Hochegger, Geschäftsführer der Agentur Hochegger.

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