Die Kosten der AUA sinken durch Zusammenarbeit

„Reduzierung der Schulden ist durch die Zusammenarbeit mit einer anderen Airline einfacher.“

Durch Managementfehler in der Vergangenheit ist die AUA nicht mehr richtig ­aufgestellt. Die Kosten pro Sitzplatz sind in Anbetracht der neuen Marktregeln, die durch Low-Cost-Airlines entstanden sind, zu hoch. Die AUA kann daher nicht mehr kostendeckend arbeiten. Sie muss sich in Anbetracht steigender Kosten und Spritpreise überlegen, mit welchen Lösungsansätzen sie diesen Problemen entgegenwirken will. Die AUA könnte versuchen, Synergien mit anderen Airlines zu schaffen. Das wäre ein Vorteil für sie, auch weil Kosten minimiert werden könnten. Meine Airline konnte durch die Partnerschaft mit Air Berlin Synergien nutzen, die Zusammenlegung sämtlicher Vertriebsplattformen ist dabei nur ein wesentlicher Punkt. Es ist allerhöchste Zeit, ein Konzept zu finden, das die AUA gesund in die Zukunft fliegen lässt. Die Reduzierung der Schulden ist durch eine Zusammenarbeit oder eine Beteiligung mit einer anderen Airline wesentlich einfacher. Aber genau hier liegt das Problem. Denn Alfred Ötsch bevorzugt eine Stand-Alone-Lösung. Diese kann aber gerade in einer bewegten Branche wie der Luftfahrt nicht funktionieren. Denn wenn man auf Veränderungen nicht flexibel und schnell genug reagiert, gerät man ins Hintertreffen, und genau das ist der AUA passiert.

Zusätzlich sind in Bezug auf Scheich Mohamed Bin Issa Al Jaber indiskutable Fehler passiert, die das Image der Fluglinie in der Öffentlichkeit noch weiter angekratzt haben. Die Verantwortlichen müssen sich nun überlegen, wer der strategisch richtige Partner für die AUA ist. In der Fliegerei wie auch in anderen Bereichen wird es nie einfacher, sondern immer komplizierter. Daher hätte sich die AUA bereits in der Vergangenheit eine Plattform schaffen müssen, in der sie besser und bil­liger produzieren kann. Jetzt ist das nur noch mit Hilfe von außen möglich. Dass der AUA durch eine Kooperation mit einer ausländischen Fluglinie ein Identitätsverlust droht, be­zweifle ich. Vielmehr bin ich überzeugt, dass der Standort Wien sowie auch die AUA weiter wachsen werden.

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