Die Industrie hat die Hausaufgaben bereits gemacht

Stürme, laue Temperaturen und immer neue Wetterkapriolen. Ganz offensichtlich ist der Klimawandel voll im Gang. Was kann man dagegen tun?

Die Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Treibhausgas-Emissionen sind ein globales Problem, das nur auf globaler Ebene lösbar ist. Das zeigt sich sehr deutlich beim Vergleich zwischen der Europäischen Union und China. Hat die EU ihre CO2-Emissionen zwischen 1990 und 2001 um 170 Mio. Tonnen reduziert, so hat China im selben Zeitraum um 1.350 Mio. Tonnen CO2 mehr – das Achtfache der EU-Einsparungen – produziert. Der Anteil der EU an den globalen Treibhausgasemissionen wird schon bald weniger als 10 Prozent betragen.

In Österreich ist es zwischen 1990 und 2004 gelungen, das für Beschäftigung und Wohlstand unerlässliche Wirtschaftswachstum vom Zuwachs bei Energieverbrauch und CO2-Ausstoß zu entkoppeln. Österreich gehört zu den Ländern mit dem niedrigsten CO2-Ausstoß pro Kopf. Beim Anteil der Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern sind wir – nicht zuletzt dank unserer sauberen Wasserkraft, die hoffentlich bald eine starke Renaissance erleben wird – ohnehin bereits unumstritten Europameister.

Die österreichische Zementindustrie ist, wie viele andere heimische Branchen (z. B. Stahlindustrie), beim niedrigen CO2-Ausstoß Weltspitze. Pro Tonne produzierten Zement werden in Österreich 620 Kilogramm CO2, im EU-Schnitt 900 und im weltweiten Schnitt sogar 1.000 Kilogramm CO2 emittiert. Kurz gesagt: Je mehr Zement in Österreich produziert wird, desto besser für das Weltklima! Das gilt auch für die meisten anderen Produktgruppen. Ein Abwandern österreichischer Industrieproduktion in Länder mit geringeren Auflagen würde daher nicht nur massiv Wohlstand und Beschäftigung kosten, sondern auch zu einem Anstieg der globalen CO2-Emissionen führen.

Europa sollte sich daher nicht wieder in einem unilateralen Alleingang verzetteln, sondern sich nachdrücklicher dafür einsetzen, dass die wirklich großen Treibhausgasproduzenten USA, China und Indien stärker in die Pflicht genommen werden.

DSGVO - Datenschutz-Verordnung 2018

DSGVO: Daten-Auskunftsbegehren richtig erfüllen

Andrea Jelinek, Leiterin der Datenschutzbehörde: "Die Zahl der Beschwerden hat sich mehr als verdreifacht."

DSGVO - Datenschutz-Verordnung 2018

100 Tage DSGVO: Das neue Recht und seine Folgen

Vier Hightech-Millionäre aus Österreich: Bernd Greifeneder, Johannes Kührer, Armin Strbac und Katharina Klausberger

Selfmade-Internet-Millionäre

Österreichs Hightech-Stars: Die neue Tech-Elite