Die neuen Herren der Welt

Die Chefs der weltgrößten Private-Equity-Firmen bilden zunehmend einen neuen Geldadel, der atemberaubenden Reichtum anhäuft. Die höchste Jahresgage 2006 lag bei 300 Millionen Euro.

Stephen Schwarzmans Gattin Christine liebt teure Partys. Die Feierlichkeiten zum sechzigsten Geburtstag ihres Mannes im Februar ließ sich die für das Veranstalten extravaganter Feste bekannte Amerikanerin gleich drei Millionen Dollar kosten. Doch wer glaubt, der Boss der New Yorker Private-Equity-Gesellschaft Blackstone hätte ein Problem mit der Verschwendungssucht seiner Ehefrau, irrt: Schwarzman selbst hatte Christine gebeten, zu seinem runden Jubiläum für eine Million Euro Honorar den britischen Popstar Rod Stewart zu engagieren.
Für Schwarzman, der sich einst auf der amerikanischen Eliteuniversität Yale ein Zimmer mit US-Präsident George W. Bush teilte, ist diese Summe freilich unspektakulär. Der Mitbegründer des Private-Equity-Fonds Blackstone rangiert laut US-Magazin „Forbes“ mit 3,5 Milliarden Dollar Privatvermögen auf Platz 73 der Liste der reichsten US-Bürger. Allein 2006 verdiente er knapp 400 Millionen Dollar (rund 300 Millionen Euro). Der Börsengang von Blackstone in der Vorwoche dürfte weitere 450 Millionen Dollar in Schwarzmans Privatkasse gespült haben. Seine verbliebenen 24 Prozent an Blackstone sind zusätzliche 7,73 Milliarden Dollar wert.

Der als kühl, glatt und arrogant geltende Schwarzman ist Vertreter einer neuen Spezies von Geldmanagern, die mit ihren milliardenschweren Risikodeals zunehmend die internationale Wirtschaftslandschaft dominieren und dabei Summen verdienen, von denen selbst die einstigen Lichtgestalten der geplatzten Internetblase nur hätten träumen können. Wie Schwarzman sind viele von ihnen auf der Private-Equity-Welle zu Selfmade-Milliardären aufgestiegen, weshalb sie jetzt vielfach das Gebaren jener an den Tag legen, die mit dem Geld nicht aufgewachsen sind und wie Dagobert Duck am liebsten jeden Tag darin baden würden.

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