Die Geschichte von Düften

Gerüche sind tief in unserer Kulturgeschichte verankert. Auch Parfüm spielt seit tausenden von Jahren eine bedeutende Rolle.

Die älteste Methode, Wohlgerüche zu erzeugen, war die Verbrennung von Kräutern und Harzen. Der Duft verbreitete sich durch Rauch, was im Lateinischen „per fumum“ heißt. Daher kommt auch der Name Parfüm . In der Antike wandte man ebenfalls diese Art der Duftherstellung an. Sie wurde meist zu rituellen Zwecken genutzt. Besonders Priester verbrannten Harze und Pflanzen. Der dabei entstehende Rauch sollte dabei unterstützen, Kontakt zur Götterwelt aufzunehmen. Auf diese Weise entstand das erste Parfüm.

In Ägypten hatte Rauchwerk eine hohe Bedeutung bei Zeremonien. Man nutze die Düfte aber auch in Salben und Ölen, mit denen man sich einrieb. Es wurde jedoch nur in den höheren Gesellschaftsschichten genutzt, weil sich die Menschen in den unteren sozialen Schichten verständlicherweise kein Parfüm leisten konnten. Somit waren Düfte auch entscheidend bei der Unterscheidung von sozialen Schichten. Zur Zeit der Römer wurden Düfte in hohen Maßen benutzt. Es gibt das Gerücht, dass Kaiser Nero nicht nur sich selbst und sein Gewand einparfümierte. Angeblich ließ er alles um sich herum nicht Parfüm benebeln.

Ab dem 15. Jahrhundert begann Parfüm seinen Siegeszug um die Welt. Besonders in Frankreich gab es einen regelrechten Aufschwung. Die Stadt Grasse wurde zur „Dufthauptstadt“ Europas. Heutzutage hat so gut wie jeder Parfüm zuhause, in den meisten Fällen sind es verschiedene Sorten, die je nach Tages- oder Jahreszeit gewählt werden.

Das Parfüm in der heutigen Zeit
Mittlerweile gibt es schon ein Parfüm für jede Jahreszeit. Im Frühling sind Essenzen von Maiglöckchen, Vanille, Bergamotte und Amber sehr beliebt. Für den Sommer werden fruchtige Düfte wie Kokos und Himbeere mit einem Hauch von Moschus empfohlen. Herbstliche Duftnoten sind eher holzig und warm. Beispiele dafür sind Leder, Lavendel, Sandelholz und Patchouli. Für die kalte Jahreszeit, den Winter, gibt es orientalische Noten mit Moschus, Zimt und Tonkabohne.

Heutzutage ist die Parfüm-Herstellung ein bedeutender Industriezweig. Bei den Produkten gibt es große Preisspannen, von der Eigenmarke bei Drogeriediscountern bis zur weltberühmten Düften, die durch ihre ebenfalls berühmten Träger auf der ganzen Welt bekannt geworden sind. Viele Stars aus der Model- und Musikbranche haben mittlerweile ihr eigenes Parfüm das sie erfolgreich vermarkten. Das wohl bekannteste der Welt ist in letzter Zeit in Verruf geraten. Ein wichtiger Inhaltsstoff soll von der EU verboten werden, da ein bestimmter Inhaltsstoff angeblich Allergien verursacht. Das Parfüm, das bereits seit 91 Jahren auf dem Markt ist, enthält unter anderem Baumflechte, die allergieauslösend sein soll.

Bedeutend für den Verkauf eines Parfüms ist nicht nur der Duft und die Marke, sondern auch in einigen Fällen der Flakon. Das Duftfläschchen , das es als Spray- und Splash-Flakon zu kaufen gibt. Wie für fast alle Dinge gibt es auch in diesem Bereich Sammler, die teilweise viel Geld für die begehrten Stücke ausgeben.

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