Die Echtzeit Firma

Mobile Mail für die Mitarbeiter liegt im Trend – und es gibt nun auch Alternativen zum Push-Mail-Pionier BlackBerry. Der Marktüberblick.

Nicht dass es E-Mail auf mobilen Geräten nicht schon seit Jahren gegeben hätte … aber mit dem BlackBerry kam der echte „Push“ – vor bald zwei Jahren. Das Phänomen mobile E-Mail hat damit (s)einen Namen bekommen: BlackBerry. Bernd Liebscher, Leiter Mobile Business Solutions bei der Mobilkom, benennt die drei Gründe für den Schub: „Die Benutzerfreundlichkeit beim Empfang, bei den Geräten selbst und die Kostenkontrolle.“ Das hat den E-Mail-Dienst der kanadischen Research in Motion (RIM) mit vier Millionen Kunden weltweit zum Platzhirsch gemacht.

Ein Erfolg, der zwei Phänomene nach sich zieht: Unternehmer entdecken das Potenzial der mobilen Datenkommunikation für ihr Geschäft. Der BlackBerry ist nicht mehr nur Statussymbol der Manager, sondern findet zusehends Verwendung im Vertrieb, im Marketing und im Außendienst. Die zweite Konsequenz: Die Konkurrenz bringt ihre Produkte in Stellung. Nicole Dufft, Analystin bei Berlecon Research, hat sich in einer Studie mit dem Mobile-E-Mail-Markt für Firmen beschäftigt: „2005 ist Bewegung reingekommen. Neben US-Anbietern werden vor allem Niedrigpreisangebote von Nokia und Microsoft Preisdruck auf den Markt ausüben.“

Dazu kommen etablierte Groupware-Experten, wie IBM, die ihren Produkten Push-Funktionen einbauen („Websphere Everyplace“) oder Ericsson, die mit der heimischen Kapsch BusinessCom und dem Produkt EMO (Ericsson Mobile Organizer) bereits einige Pilotprojekte gestartet hat. Nokia schließlich macht sich stark mit der eigenen Push-Mail-Lösung, die seit wenigen Tagen mit der Mobilkom vertrieben wird. Nokia-Manager Alexander Lamatsch zu den Strategien: „Wir kooperieren einerseits mit
den lokalen Netzbetreibern und haben strategische Partnerschaften mit anderen Systemen wie BlackBerry.“ Ein Markt, den sich der Handy-Weltmarktführer keinesfalls entgehen lassen will: „Es gibt weltweit 650 Millionen Firmen-Mailboxen, gerade einmal ein Prozent ist mobil“, so Lamatsch.

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