Die aktuellen E-Commerce Trends in Österreich

Anhand neuester Studien und Statistiken erzielten in Österreich ansässige Online-Händler einen durchschnittlichen Jahresumsatz von knapp 2 Milliarden Euro. Dabei stellte sich heraus, dass Bücher, Elektronik-Artikel aller Art und Bekleidung am meisten online bestellt wurden. Für das kommende Jahr 2013 wird ein weiteres Wachstum im E-Commerce im einstelligen Prozentbereich vorausgesagt.

Sowohl in Österreich als auch in der Schweiz wurden vom Kölner EHI Retail Institut und vom Hamburger Statistikunternehmen "Statista" Studien durchgeführt, die ergaben, dass der E-Commerce-Bereich in beiden Ländern mittlerweile seinen festen Platz hat. Die Schweizer geben im Durchschnitt jedoch mehr Geld aus als die Österreicher.

Was die Studie noch herausfand ist, dass die Online-Shop-Anbieter vorwiegend aus Deutschland kommen, die ihren Geschäftssitz in Österreich unterhalten. Umgekehrt sitzen über 250 der größten österreichischen Online-Shops mit ihrem Firmensitz ebenfalls im Ausland.

Das Durchschnittsalter der E-Shopper in Österreich liegt zwischen 25 und 34 Jahren. Die Mehrheit davon sind laut Statistik Studenten, die sogar bevorzugt im Ausland bestellen. Die so genannten "Silver Surfer", also ältere Mitbürger sind nur mit einem verschwindend geringen Anteil bei den Onlinekäufern vertreten. Für sehr viele und ganz unterschiedliche Berufssparten wird natürlich auch die entsprechende Berufskleidung benötigt, wobei die Käufer im Internet bevorzugt bei Engelbert Strauss in Österreich einkaufen. Weiterhin zeigte die Statistik auf, dass die im Internet aktivsten Einwohner des Landes im Osten Österreichs wohnen. Vorarlberger und Tiroler hingegen kaufen eher selten im Internet ein, ganz im Gegensatz zu Wiener Bürgern und Burgenländern.

Bei den meist gekauften Produkten handelt es sich um Bekleidungsstücke aller Art mit einem Gesamtumsatz von 36 Prozent vor Elektronikartikeln mit 34 Prozent. Ein Blick hinüber ins deutsche Nachbarland zeigt, dass dies in etwa der Aufteilung des dortigen Online-Geschäftes entspricht. Nur in der Schweiz ist wie üblich alles etwas anders und so kann der Schweizer E-Commerce mit etwas Besonderem aufwarten. Die Eidgenossen kaufen selbst Lebensmittel bevorzugt im Internet ein, was an dem Einzelhandels-Giganten "Migros" liegt. Im deutschsprachigen Raum ist diese starke Marktposition im Lebensmittelbereich bislang konkurrenzlos.

Der beliebteste E-Commerce-Anbieter in Österreich ist der Branchenriese Amazon mit einem Umsatzvolumen von über 204 Millionen Euro im Jahr. Die Unito Versand und Dienstleistungen GmbH mit den Versandhäusern Universal und Otto ist zwar der größte Versandhändler im gesamten alpenländischen Raum, die zusammen genommenen Umsatzzahlen können mir rund 140 Millionen Euro mit denen von Amazon jedoch nicht mithalten.

Noch eine Besonderheit zeigte sich im Ergebnis der Studien. Diejenigen Unternehmen, die eine umfangreiche Produktpalette in ihrem Angebotsportfolio haben, machen in Österreich den meisten Umsatz. Online-Shops, die sich nur auf ein einziges Produkt, z .B. auf Kleidung, Schuhe, Computer oder Handys konzentrieren, fallen in den Umsatzzahlen des E-Commerce hinter den Generalisten weit zurück. Der erfolgreichste Händler im Computersegment war wegen des Hypes auf die iPhones der Apple-Online-Store. Hier wurden innerhalb Österreichs rund 15 Millionen Euro erwirtschaftet gefolgt vom Unternehmen DiTech mit knapp 14 Millionen Euro Umsatz.

Die Studien besagen zudem, dass im ersten Quartal des Jahres im Schnitt am meisten via Internet gekauft wird. Im Allgemeinen war beim Studienergebnis ein weiterer Trend abzuleiten, je kleiner das Land ist, desto mehr wird in anderen Ländern eingekauft. Das extremste Beispiel dafür ist das Großherzogtum Luxemburg, wo nahezu 40 % aller Käufe im Ausland getätigt werden.

Die österreichische Wirtschaftskammer rechnet für den Online-Handel im neuen Jahr mit einem Gesamtumsatz von weit über 2 Milliarden Euro.

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