„Die Deutschen sind stur“

FORMAT-Streitgespräch zur deutschen Wahl: Hannes Androsch und Claus Raidl über das Duell Merkel gegen Schröder und die wirtschaftlichen Folgen des Ausgangs für Österreich und Europa.

Der Paradeindustrielle und ehemalige SPÖ-Vizekanzler Hannes Androsch und der Paradegeneraldirektor Claus Raidl (Böhler-Uddeholm) und wirtschaftspolitischer Berater von VP-Kanzler Wolfgang Schüssel diskutierten im Media-Tower, dem Sitz der FORMAT-Redaktion, zwei Stunden lang intensiv und beherzt über die wichtigste Wahl dieses Jahres: ob Gerhard Schröder seinen Kanzlerposten verteidigen kann oder ob CDU-Herausforderin Angela Merkel den Machtwechsel schafft. Beide kennen die deutschen Probleme aus eigener Erfahrung. Böhler besitzt mehrere Betriebe in Deutschland, Androsch stieß kürzlich ein Investment seiner AT&S in Augsburg ab.

FORMAT: Herr Androsch, wer wird nächster deutscher Kanzler?
Androsch: Der Papierform nach Frau Merkel. Aber nach den jüngsten Entwicklungen ist das nicht mehr so sicher, wie es noch vor dem Sommer schien.
FORMAT: Was hat Frau Merkel falsch gemacht?
Androsch: Schon bei der Auflösung des Bundestages hat sie keine sehr glückliche Rede gehalten, und sie hat sich mit einem Professor aus dem Elfenbeinturm (Ex-Verfassungsrichter Paul Kirchhof; Anm. d. Red.) offensichtlich selbst ins Knie geschossen und unglaubliche Verwirrung in den eigenen Reihen gestiftet.
FORMAT: Herr Raidl, wer wird Kanzler?
Raidl: Ich bin mir auch nicht mehr so sicher wie noch vor einem Monat. Aber Frau Merkel wird es knapp schaffen. Die CDU/CSU hat leider den Wahlkampf teilweise wie ein finanzpolitisches Seminar geführt. Alles richtig, aber nicht in einem Wahlkampf. Man sieht, dass Schröder nur ein guter Wahlkämpfer ist, aber kein guter Umsetzer. Die Politik war ja in den letzten Jahren nicht so toll.

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