Die Burnout-Falle

Das Erschöpfungssyndrom entwickelt sich zum Seelenleid Nr. 1 und kostet die Wirtschaft Milliarden. Dennoch gilt Burnout als Tabu. FORMAT beschreibt, wie Sie die Symptome erkennen. Plus: Ihr persönlicher Risiko-Check.

Müde, erschöpft, ausgelaugt? Machen Sie doch Urlaub, gehen Sie in den Yogakurs, oder besuchen Sie ein Time-Management-Seminar! – Gut gemeinte Ratschläge, die im Falle einer Burnout-Krise – die Folge von unbewältigtem Stress – allerdings ihre Wirkung verfehlen. „All das sind Lösungsversuche, die davon ausgehen, dass die wesentlichen Bedingungen für das Entstehen des Syndroms ausschließlich in der Persönlichkeitsstruktur liegen“, erklärt Stefan Geyerhofer, Psychologe und Organisator des ersten internationalen Burnout-Kongresses in Wien. „Diese Theorie ist heute allerdings nicht mehr aufrechtzuerhalten.“ Weder in der Wissenschaft noch in der Praxis.

„Von mir hat niemand angenommen, dass ich ein Burnout bekommen könnte. Es hat auch niemand bemerkt, bis ich eines Tages nicht mehr zur Arbeit kam“, erzählt etwa Albert S. Dem heute 37-jährigen IT-Manager einer österreichischen Großbank war schließlich immer der Ruf des belastbaren Troubleshooters vorausgeeilt. Aber auch er „brannte“ vor zwei Jahren aus.

Unterschätzte Volkskrankheit. Über lange Zeit hinweg war von Burnout fast ausschließlich im Zusammenhang mit Führungskräften, Menschen in helfenden Berufen (Ärzte, Pfleger, Sozialarbeiter) und Lehrern die Rede. Heute weiß man, dass Burnout bei jeder Alters- und Berufsgruppe auftreten kann. „Besonders gefährdet sind auch Wiedereinsteigerinnen nach der Babypause oder junge Leute, die sich in ihren ersten Berufsjahren überengagieren“, merkt Gabriele Kypta, Wirtschaftscoach und Autorin („Burnout erkennen, überwinden, vermeiden“) an. Dennoch ist Burnout nach wie vor ein Tabu. „Ein Herzinfarkt ist anerkannt. Burnout hingegen steht für Schwäche und geringe Belastbarkeit – und kann sogar die Karriere gefährden.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT

Wirtschaft

Porsche-Holding Chef Schützinger fordert "fairere" Besteuerung

Kommentar

Standpunkte

"Abschottung bedeutet Verzicht auf wichtige Netzwerke"

DSGVO: Mehrheit heimischer Unternehmen ist säumig

Bonität

DSGVO: Mehrheit heimischer Unternehmen ist säumig