Die Besten der Wiener Börse

Im härtesten Bilanztest Österreichs zeigt sich, welches Unternehmen für seine Aktionäre echte Werte schafft. Der Hauptgewinner 2007: Andritz.

Börsenlegende André Kostolany riet einst den Aktionären, sich Aktien sorgfältig auszusuchen und nach dem Kauf ruhig ein paar Jahre schlafen zu legen, ohne sich über die Kursentwicklung Sorgen zu machen. Das sei die beste Strategie, um langfristig reich zu werden. An der Wiener Börse ist das Rezept besser aufgegangen, als selbst Kostolany wohl je erwartet hätte – die Kurse haben sich im Schnitt seit Anfang des Jahrtausends fast verfünffacht. Und es gibt auch keinerlei Anlass für ein unsanftes Erwachen. Die Unternehmen werden tatsächlich immer besser und verbessern ihre Bilanzdaten von Jahr zu Jahr. Das ist das Ergebnis des großen Shareholder-Value-Tests 2007, bei dem am Donnerstag dieser Woche in der Wiener Urania die Preise verliehen wurden.

Andritz-Chef Wolfgang Leitner räumt 2007 gleich zwei Trophäen ab. Der steirische Anlagenbauer belegte im Shareholder Value Performance Award, der von FORMAT gemeinsam mit dem Wiener Unternehmensberater Contrast verliehen wurde, den ersten Platz im Einjahresranking auf Basis der Bilanz 2006. Dass dieser Sieg keine Eintagsfliege ist, beweist nicht zuletzt der zusätzliche Pokal für den zweiten Platz im Dauerlauf über die Bilanzjahre 2004 bis 2006. Mit Leitner am Stockerl stehen in der Einjahreswertung als Zweiter UIAG-Chef Herbert Paierl sowie Raiffeisen-International-Boss Herbert Stepic. Im Dauertest über drei Jahre belegte Winfried Braumann, Chef des Lkw-Zulieferers Frauenthal, die Pole-Position, auf Platz drei landete update-software-Chef Thomas Deutschmann.

Naturgemäß ist ein kräftiger Kursanstieg der Aktie eine gute Basis für den Erfolg. Um sich in diesem Punkt unter den 70 Teilnehmern ganz vorne zu platzieren, lag die Latte angesichts der generell atemberaubenden Entwicklung der Wiener Börse allerdings ziemlich hoch. Fast unglaubliche Gewinne konnten die Frauenthal-Anteilseigner kassieren: Einschließlich Dividenden verdienten sie zwischen 2004 und 2006 135,5 Prozent – wohlgemerkt nicht insgesamt, sondern als jährliche Durchschnittsrendite.

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