Die AUA soll so rasch wie möglich verkauft werden

„Privatisierungsentscheidungen müssen sachlich und emotionslos getroffen werden.“

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Staat kein guter Unternehmer ist. Es werden Ressourcen verschwendet und Managemententscheidungen getroffen, die sich selten am Unternehmenswohl orientieren. Das Aktien­gesetz wird ignoriert, Arbeitsplätze gehen verloren, und die Einbuße der Konkurrenzfähigkeit ist vorprogrammiert. Die Voest beispielsweise konnte erst nach 1993 eingeleiteten Privatisierungsschritten wirtschaftliche Erfolge vorweisen und nachhaltig Arbeitsplätze sichern. Auch die AUA ist ein Privatisierungskandidat, und sie sollte so rasch wie möglich verkauft werden, solange sie noch etwas wert ist. Ihre Krise hat vielfältige Ursachen: Neue Marktentwicklungen (wie zum Beispiel das Aufkommen der Billigfluglinien) wurden verschlafen, konzeptlos zu viele unterschiedliche Flugzeugtypen in die Flotte aufgenommen und die Absicherung gegen die gestiegenen Spritpreise versäumt. Ein privater und besser auf sein Investment bedachter Aktionärskreis hätte die mangelnde strategische Unternehmensplanung von der Führung mit Sicherheit früher eingefordert.

Eine Privatisierungsentscheidung muss sachlich und emotionslos getroffen werden. Preis und Bedingungen sind entscheidend. Der Erhalt der Marke AUA und der Funktion von Wien als gleichberechtigtem Verkehrsdrehkreuz für Mittel- und Ost­europa lassen sich zur Auflage machen. Ähnliches hat auch die Lufthansa im Zuge der Übernahme von Swiss zugesichert. Die Regierung ist daher gefordert, rasch zu handeln, bevor es zu spät ist.

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