Die Allmächtigen: Google-Gründer Larry Page & Sergey Brin - Herren der neuen Welt

70% Marktanteil bei der weltweiten Suche, 40% bei der Online-Werbung Nachdem sie Wissen und Werbung im Web organisiert haben, arbeiten die Google-Gründer mit Hochdruck an der digitalen Weltherrschaft.

Wenn Studenten anrufen, um seine Sprechstunden zu erfragen, kann Philosophieprofessor Konrad Paul Liessmann richtig grantig werden: „Das steht auf Google am ersten Platz.“ Dass die Bequemlichkeit eine allzu menschliche Eigenschaft ist, weiß der Professor nur zu gut, die Aggregation des Wissens durch Google sieht er aber differenziert: „Google ist ein einfaches Werkzeug. Würde ich mich bei meiner Recherche allein darauf verlassen, entgingen mir 50 Prozent der relevanten Information.“

Die Realität in Unis, Büros und Redaktionsstuben legt einen anderen Schluss nahe. In Österreich gehen neun von zehn Suchanfragen über Google. Am Weltmarkt ist es weniger, doch die dominante Rolle als Tor zur Information ist klar. Google ist ein Werkzeug, das extrem schnell Wissen aus der weltweiten Daten-Tiefsee von acht Milliarden Websites fischt. Zum Durchbruch hat Google das nach dem Gründer Larry Page benannte Verfahren der „PageRank“-Methode verholfen, die Seiten nach ihrer Relevanz (Wie oft wird sie besucht? Wie viele der gesuchten Begriffe kommen vor? Wer verweist dorthin?) zu listen. Und die smarten Gründer erkannten schneller als andere, was der kommerzielle Unterbau sein muss – die Werbung. „Die letzte Bastion der unverantwortlichen Ausgaben amerikanischer Firmen“, so beschrieb Google-Vorstand Eric Schmidt einst die Werbeausgaben der Unternehmen.

Diese Ausgaben für Werbung hat der Konzern mit zwei Systemen ebenso elegant wie effizient in sein Geschäftsmodell integriert. Firmen können sich zu beliebigen Suchbegriffen Textanzeigen (AdWords) kaufen, die – optisch hervorgehoben von den reinen Suchergebnissen – auf der Seite erscheinen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Benutzer für das beworbene Produkt interessiert, ist höher, weil er nach Ähnlichem offenbar sucht.

Das zweite System (AdSense) ist ein Partnermodell und findet nicht am Google-Portal statt. Dabei platziert Google Textanzeigen auf fremden Websites, die thematisch zum Umfeld passen. Werden diese Anzeigen angeklickt, schneidet der Inhaber der Website am Werbekuchen mit. „Wir haben im letzten Jahr weltweit drei Milliarden Dollar an unsere Partner ausgeschüttet“, beschreibt Google-Österreich-Chef Karl Pall die „Google Economy“.

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Astrid Kleinhanns-Rollé, Managing Director der WU Executive Academy

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