Die 50 besten Steuertricks

Der Finanzminister hat es vorgezeigt: Wer informiert und kreativ ist, findet jede Menge Steuerschlupflöcher. FORMAT verrät fünfzig davon.

Bekanntlich will Finanzminister Karl-Heinz Grasser die rekordverdächtig hohe Steuerbelastung in Österreich bis zum Ende des Jahrzehnts massiv senken. So lange müssen die österreichischen Steuerzahler gar nicht warten. Wenn alle Steuerzahler die Freiräume des Gesetzes so geschickt ausnutzen wie der Minister persönlich, dürfte die Steuerquote rasch auf ein erträgliches Niveau sinken.

So können Unternehmen versuchen, ganz einfach Grassers kreatives Vereinsmodell zu kopieren. Im ersten von fünfzig Steuertipps zeigt FORMAT, wie man dann die Mitgliedsbeiträge von der Steuer absetzen kann und gemeinsame Interessen fördert. Hauptvoraussetzung ist allerdings, dass der Fiskus gleiche Tatbestände wirklich gleich beurteilt.

Auch bei der KESt, einer der wichtigsten Steuerquellen des Staates, könnten die Einnahmen deutlich niedriger ausfallen. So gibt es eine ganze Reihe von Anleihen, deren Zinsen ohne jeden Abzug kassiert werden können – von der sicheren Wohnbauanleihe bis zum spekulativen Brasilienpapier. Wer in unsicheren Börsenzeiten lieber in Grund und Boden investiert, kann die Renditen ohne Beteiligung des Finanzamts lukrieren. Dabei kann zum Beispiel die Ausnutzung von Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland oder den Niederlanden helfen. Diese Abkommen sind ganz generell eine wahre Fundgrube für Steuertüftler. Arbeitnehmer können etwa durch die geschickte Aufteilung ihres Einkommens auf zwei Staaten auch die Steuerprogression kräftig senken.

Einige der neuen Steuermodelle stammen sogar ganz offiziell vom Finanzminister. So wird ab dem kommenden Jahr die Belastung von nicht entnommenen Gewinnen von Personengesellschaften halbiert. Außerdem kann jedermann ab sofort schneller im Internet surfen und die entstehenden Kosten unter dem Stichwort Sonderausgaben beim Fiskus absetzen.

Und für die Finanzierung der kräftig wachsenden Pensionslücke gibt es gleich zwei Förderungen. Wer beide geschickt kombiniert, kann heuer bis zu 271 Euro Prämie kassieren. Und dazu kommt noch eine Förderung für die betriebliche Vorsorge, die noch einmal rund 150 Euro Steuern sparen hilft.

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