Die 100 Besten Künstler Österreichs als Extraheft zum Herausnehmen

Multimedial und lustbetont präsentiert sich die Kunst, aufgeschlossen die Sammlerschaft, bereit, Geld auszugeben für junge Künstler, die sich selbst immer besser zu positionieren wissen. „Der Markt ist hungrig, neugierig auf neue Positionen“, bringt der Wiener Galerist Christian Meyer die aufgeheizte Stimmung in der Kunstszene auf den Punkt.

Galeristen und Auktionshäuser dürfen sich über ein erstarktes Interesse an der zeitgenössischen Kunst freuen. Was derzeit besonders junge Sammler zum Kunstkauf reizt, ist die Zugehörigkeit zu einer bestimmten „Community“ und der damit verbundene Lebensstil.
Oder, wie Szenekenner Meyer salopp formuliert: Kunst zu sammeln sei „sexy“ geworden. Die neuen „Art Addicts“ drängen sich auf den hippen Messen zwischen London und Miami und sorgen für ausverkaufte Stände. Sotheby’s konnte dank der Gegenwartskunst im ersten Halbjahr 2004 bei einem 73-prozentigen Umsatzzuwachs auf 1,35 Milliarden Dollar verweisen. Und immer mehr Anleger entdecken Kunst als alternative Investmentform.

FORMAT-Guide zur Orientierung. Zur Orientierung für Investoren und als Seismograf für aktuelle Strömungen und mögliche Preisspannen am Kunstmarkt bat FORMAT daher auch heuer wieder eine Expertenriege – Museumsdirektoren, Galeristen, Kuratoren, Kunstkritiker und Sammler – um ein Ranking der heimischen Künstler nach ihrer künstlerischen Bedeutung, dem kommerziellen Erfolg und ihrem Zukunftspotenzial.
Das Ergebnis können Sie im beigelegten „Kunst-Guide 2005“ nachlesen. Wobei für Anleger vor allem die Spanne zwischen hohem künstlerischem Wert und – noch – niedrigem kommerziellem Erfolg der Künstler von Interesse ist. Denn: Je größer die Spanne, desto kalkulierbarer die Wertsteigerung.
Das Rennen um Platz eins machte, wie auch schon im Vorjahr, Maria Lassnig. Die Experten attestieren der 86-jährigen Grande Dame der Malerei eindeutig die größte künstlerische Bedeutung unter den nationalen Größen. Auch sei, so das Urteil der Juroren, beim Œuvre der Malerin, die erst seit rund
17 Jahren zu nachhaltigem Erfolg und adäquaten Marktpreisen findet, das Potenzial noch keineswegs ausgereizt.

Maria-Lassnig-Werkschau in der Sammlung Essl. Als Beispiel für den Wert solcher langfristigen Prognosen führt Auktionator Otto Ressler Lassnigs Bild „Sciencefiction“ aus dem Jahr 1963 an. Im Jahr 2004 erzielte das Großformat bei den Wiener Kunst Auktionen rund 155.000 Euro. Sieben Jahre davor brachte es bloß die Hälfte. Unter Berücksichtigung der starken neuen Galeristen im Hintergrund und reger Ausstellungstätigkeit ist mit weiterer Wertsteigerung zu rechnen. 55 Ölbilder der Visionärin, die schon in den 60er Jahren Körper als Roboter und Tier-Mensch-Kreuzungen darstellte, sind ab 19. April in einer Werkschau der Sammlung Essl in Klosterneuburg zu sehen.
Platz zwei belegt – ebenfalls ident zum Vorjahr – Österreichs erfolgreichster Player auf dem internationalen Kunstmarkt: Franz West. Der Exzentriker unter den heimischen Kreativen ist vor allem durch seine große internationale Sammlerschaft preisgestützt. Doch schon ab Platz drei des FORMAT-Rankings lässt sich ablesen, wie sensibel der Kunstmarkt auf Marktpräsenz, internationale Ausstellungstätigkeit und Auftreten in den wesentlichen Institutionen und Publikationen reagiert: So hievte sich „Übermaler“ Arnulf Rainer, der im Vorjahrsranking bereits auf Rang 6 abgerutscht war, mit regen Aktivitäten zum 75. Geburtstag wieder auf Platz 3.

Die ganze Story und das Extraheft zum Herausnehmen finden Sie im neuen FORMAT

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