Dicke Luft in Chefetagen

Dicke Luft in Chefetagen
Dicke Luft in Chefetagen

Heftige Machtspiele im Aufsichtsrat gingen der Ablöse von Siemens-Chef Peter Löscher (r.) durch Joe Kaeser (l.) voraus. Gegen Löscher ins Treffen geführt wurden nicht erreichte Finanz- und Renditeziele. Doch die hatte der Langzeit-Finanzvorstand Kaeser ganz maßgeblich mitdefiniert.

Topmanagement ist heute Teamleistung. Fallbeispiele und eine aktuelle Studie zeigen, dass Zusammenarbeit in Führungsetagen jedoch nicht perfekt funktioniert.

Ganz oben, so hört man häufig, wenn es um die Topjobs in Unternehmen geht, sei die Luft besonders dünn. Eine stimmige Analogie: Beim Aufstieg in die Vorstandsetagen großer Konzerne geht so manchem ambitionierten Karrieristen genau so vorzeitig die Puste aus wie vielen Alpinisten beim Sturm auf einen der großen Himalayagipfel. Ganz oben kann die Luft manchmal aber auch ziemlich dick sein. Konfliktgeladen nämlich.

Das ist nicht ganz unlogisch: Wer an die Schalthebel der Wirtschaftsmacht gelangt, hat in der Regel ordentliche Alphatier-Qualitäten vorzuweisen. Sonst schafft er oder - um den exotischen Ausnahmefall nicht zu vernachlässigen - sie es wohl kaum dorthin. Kommt es in einem Unternehmens- oder Konzernvorstand zum Konflikt innerhalb des Führungsteams, dann prallen also durchsetzungsstarke Alphatiere aufeinander. Und so ein Schlagabtausch unter Schwergewichten bleibt in der Regel nicht ohne Opfer.

Eines davon ist meist das Unternehmen selbst. An Beispielen dafür aus der jüngeren Vergangenheit mangelt es wahrlich nicht: Vor knapp zwei Jahren hatte etwa der damalige Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser seinen Vorstandschef, Peter Löscher, an der Konzernspitze abgelöst. Pikanterweise waren es unerreichte Finanzziele, die den Vorsitzenden den Job kosteten und den Finanzer auf den Chefsessel hievten. Schlagzeilen machte auch der Machtkampf in der Chefetage der heimischen OMV zwischen Konzernchef Gerhard Roiss und dem für das problembeladene Gasgeschäft zuständigen Hans-Peter Floren, der letztlich für beide Manager das Aus bedeutete.

Führung als Teamarbeit

Dass Topmanagement-Teams nur gemeinsam gewinnen können und - gegebenenfalls - auch gemeinsam verlieren, dürfte jedenfalls noch nicht in alle Chefetagen durchgedrungen sein. Wie es ganz genau mit der Qualität der Zusammenarbeit an den Firmenspitzen aussieht, hat Katharina Lichtmannegger in ihrer aktuellen Studie "Führungsexzellenz im Topmanagement“ unter die Lupe genommen.

=> Lesen Sie den ganzen Artikel im FORMAT Nr. 27/2015
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