Der Trompeter von Jericho

Die Bawag-interne Prüfkommission entdeckt immer neue Ungereimtheiten. Zusätzlich entpuppt sich das Casino Jericho als Millionengrab für die Bank.

Helmut Elsner sorgte zu Wochenbeginn abermals für Empörung. Der frühere Bawag-PSK-General hatte sich im Vorjahr ein Luxuspenthouse mit Blick auf den Wiener Stephansdom zum Okkasionspreis zugelegt, eine 325-Quadratmeter-Wohnung in bester Citylage, Swimmingpool inklusive. Obwohl das Objekt rund 3,3 Millionen Euro wert ist, verlangte der Eigentümer Bawag-PSK von Elsner nur 470.000 Euro. Ein Skandal, den Bawag-PSK-Boss Ewald Nowotny sofort rückgängig machen will: „Ich empfinde das persönlich nicht nur empörend, sondern auch als eine Entwertung der gesamten Immobilie. Daher habe ich unsere Rechtsabteilung angewiesen, alle nötigen Schritte für eine Rückabwicklung einzuleiten.“

Doch das ist nicht alles. Nowotny will Elsner zusätzlich mit Schadenersatzklagen regelrecht zubetonieren. Damit wurde kürzlich die renommierte Wiener Rechtsanwaltskanzlei Fellner Wratzfeld beauftragt. Nowotny: „Wir konzentrieren uns auf Elsner, weil dort dringlicher Handlungsbedarf besteht.“ Im Visier der Advokaten stehen sowohl Elsner als auch seine Privatstiftungen Gambit und Birdie. Während Gambit die 3,6 Millionen Euro Pensionsabfindung des Hobbygolfers bunkert, verwaltet Birdie das restliche Privatvermögen, dem etwa zahlreiche Immobilien im In- und Ausland zuzurechnen sind.

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