Der neue Ölschock

Namhafte Experten rechnen in Kürze mit Ölpreisen jenseits der 100-Dollar-Marke. FORMAT analysiert die Ursachen und beschreibt die Auswirkungen.

Bis der Ölpreis bei 100 Dollar steht, werden nicht Jahre vergehen, sondern Monate. In Wirklichkeit trennt uns davon nur noch eine signifikante Schlagzeile, dann ist es so weit.“ Mit dieser prägnanten Prophezeiung sorgte Jeffrey Currie in der Vorwoche an den Finanzmärkten für Aufsehen. Der Chef-Analyst für Rohstoffe des weltgrößten Investmenthauses, Goldman Sachs, sagt bis Weihnachten einen Ölpreis von 95 Dollar voraus, falls die OPEC nicht unerwarteterweise ihre Produktion nach oben fährt. Eine ungünstige Meldung – Brand einer Raffinerie, Kriegsgefahr im Iran oder ein Hurrikan – würde dann für dreistellige Preise sorgen.

Ein Fass Öl um 100 Dollar? Noch vor zwei Jahren hat man einige von Curries Kollegen wegen solcher Prognosen verspottet. Heute lacht darüber niemand mehr. Im Gegenteil: Für Experten renommierter Investmenthäuser ist der nächste Preissprung beim Schwarzen Gold nur eine Frage der Zeit. Ob CIBC, Deutsche Bank oder Man Financials – sie alle rechnen mit weiter steigenden Kursen für Öl.

Und sie haben gute Argumente. Normalerweise sorgen steigende Preise für sinkende Nachfrage. Doch bei Öl war das trotz einer Verdreifachung des Kurses in den vergangenen fünf Jahren nicht der Fall. Laut Schätzungen der International Energy Agency (IEA) steigt die Nachfrage immer schneller. Nach 0,9 Prozent Plus im ersten Halbjahr 2007 werden es im zweiten Semester rund 2,8 Prozent sein. Das Angebot, so die Befürchtung, kann mit der Nachfrage nur schwer mithalten.

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