Der Notebook-Check

Notebooks überholen 2006 den PC. Das Angebot von über 20 Herstellern wird immer unübersichtlicher: Worauf Sie beim Kauf wirklich achten sollten.

Das Auge kauft mit“, weiß Alfons Wagner, Geschäftsführer des Saturn auf der Mariahilfer Straße. „Wenn den Kunden einmal klar ist, welche Funktionen sie wollen, entscheidet meist das Design und nicht die Marke.“ Kein Wunder, denn die Unterscheidung der Geräte wird ob der schieren Markenvielfalt immer schwieriger. Allein im letzten Quartal wurden in Österreich 116.000 Geräte in Hunderten verschiedenen Ausstattungsvarianten von über 20 Herstellern verkauft. Zwei Drittel davon gingen in den Heim- und KMU-Bereich. Dort ist das Wachstum zuhause.

In der Ausstattung unterscheiden sich Privat- und Firmen-Notebooks erheblich. „Business-Geräte haben meist weniger Spielereien, mehr büroorientierte Funktionalität und hohe Qualitätsstandards“, sagt René Puxkandl von Systemhaus ACP. „Consumer-Geräte sind weit günstiger, mit ihren unzähligen Funktionen und Schnittstellen aber auch fehleranfälliger.“ Der klassische Firmenrechner hat eine 60-GB-Festplatte, 512 MB Arbeitsspeicher, vielleicht noch einen DVD-Brenner oder Sicherheitsfunktionen wie Fingerprint-Leser, wie sie Lenovo oder HP bereits einbauen. Bei Consumer-Geräten spielen Grafikkarten für Spiele, mehr Schnittstellen für Audio/Video, TV-Tuner und viel Speicher eine Rolle. Ein Notebook mit vielen Features erfordert in der Herstellung viele Steckprozesse, damit ist hier die Wahrscheinlichkeit höher, dass sich ein Stecker einmal lockert. Für Firmenkäufer wichtig: „Die Bestandteile von Businessgeräten sind in der Regel länger verfügbar, und die Konfiguration wird nicht nach drei Monaten geändert“, so Puxkandl. HP, Lenovo, Fujitsu Siemens stehen für besonders lange Produktlaufzeiten.

Eine markenspezifische Analyse ist selbst für Experten schwierig: Große Hersteller wie Hewlett-Packard oder Acer (derzeit Nummer 1) haben sehr komplette Portfolios für beide Segmente. Lenovo ist im Firmenbereich traditionell gut vertreten und will ab 2006 auch für Privatkunden bauen. Fujitsu Siemens hat ebenfalls alles vom Einsteiger- bis zum Tablet-PC. Maxdata und Toshiba sind im Geschäftsbereich im Kommen. Letztere fallen derzeit vor allem mit edel gemachten Multimedia-Geräten (Qosmio) auf. Dennoch: Auch im Firmenbereich wird „nach Image gekauft, gleichzeitig steigt der Preisdruck“, so Puxkandl. Da wird nicht um 50 Euro gefeilscht, aber 200 bis 300 Euro entscheiden schnell, ob der Daumen gehoben oder gesenkt wird. In der großen Übersichtstabelle sehen Sie, wie viele Modell-Serien die wichtigsten Hersteller ein einzelnen Kategorien anbieten und zu welchem Preis.

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